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Funktionsweise
Gehirn & Bewusstsein
01. Gehirnstruktur
02. Kurzzeit & Arbeitsgedächtnis
03. Langzeitgedächtnis
04. Bewusstseinsbildung & Handlungssteuerung
05. Bewusstsein ist irdischen Ursprungs
06. Der freie Wille ist nur eine Illusion
07. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?
08. Zusammenfassung Weltanschauung
09. Die drei Lebenswege
10. Vorgehensweise auf dem Weg zur Wirklichkeitserkenntnis
11. Auflistung wirklichkeitsrelevanter Daten
01.
Gehirnstruktur
Der Mensch besitzt drei grundverschiedene Gehirne (Struktur &
Organisation), die eng miteinander verschalten sind.
Man unterschiedet zwischen:
Reptiliengehirn = Hirnstamm
Funktion: Reflex- & Instinktverhalten, gefühllos, roboterhaft,
reptilienartig, dienlich dem eigenen Überleben und der Arterhaltung.
Prägung: Genetische Vererbung.
Entstehung: Archaisch, vor 500 Millionen Jahren entstanden.
Bewusstseinszugang: keiner
Altsäugergehirn = Limbisches System (Limbus mit
Hirnstamm & Kleinhirn)
Funktion: Emotionaler Erfahrungsspeicher (Sitz der
Emotionen), Kontrolle und Koordination motorischer Aktivitäten. Gleicht
Informationen von außen mit gespeicherten (emotionalen) Informationen ab.
Prägung: Genetisch vorprogrammiert + subjektive Prägung durch die Umwelt.
Entstehung: Mit der Entwicklung der Säuger entstanden.
Bewusstseinszugang: keiner
Neusäugergehirn = Neokortex (Großhirn mit
Motorkortex, Assoziationskortex, präfrontalem & orbitofrontalem Kortex)
Funktion: Lernen, Bewusstheit, Verstand, Vernunft, Zeitbewusstsein, Sinneseindrücke,
(willkürliche) Bewegungssteuerung, bewusstes Handeln, Analysierung, Planung,
bewusste Verhaltenssteuerung, Sitz des Ich-Bewusstseins.
Prägung: Durch Lernen, Beobachten, Erkennen, Elternhaus, Umfeld.
(Lernen belohnt das Gehirn mit Dopamin)
Entstehung: Stammesgeschichtlich jüngster Teil der Großhirnrinde. Nur bei Säugern
vorhanden.
Bewusstseinszugang: direkt
02. Kurzzeit
& Arbeitsgedächtnis (direkter
Bewusstseinszugang)
Es ist zuständig für
die vorübergehende Speicherung und Speicher-Veränderungen und wird zum
Beispiel benötigt, um einen Satz inhaltlich zu verstehen (sodass man sich noch
an den Anfang des Satzes erinnern kann, wenn man am Ende angelangt ist). Es hat
eine geringe Kapazität. George A. Miller stellte fest, dass ein Mensch
gleichzeitig nur 7±2 Informationseinheiten im Kurzzeitgedächtnis präsent
halten kann. Die Größe des Kurzzeitgedächtnisses ist genetisch determiniert
und kann auch durch "Training" nicht gesteigert werden.
Auch im Zusammenhang mit der Lösung komplexer Aufgaben ist das Arbeitsgedächtnis
notwendig. Das Arbeitsgedächtnis wird genutzt, um die uns gegenwärtig
umgebende Umwelt zu verstehen und von ihr eine mentale Repräsentation
herzustellen. Es wirkt unterstützend beim Problemlösen und beim Erwerb neuen
Wissens. Es hilft bei der Formulierung und Abwägung aktueller Ziele.
Die Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses ist ein Maß für die
Intelligenz. Diese Leistungsfähigkeit entspricht der Kurzspeicherkapazität,
die ermittelt wird als Produkt aus Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und
Gedächtnisspanne.
Bei Letzteren, spricht
man einer Person eine Reihe von einsilbigen Wörtern vor, also etwa „Pferd“,
„Hund“, „Kuh“, „Schaf“ usw., jedes Wort nur einmal und das nächste
im Abstand von einer Sekunde, und fordert die Versuchsperson dann auf, die Wörter
zu wiederholen, dann stellt sich heraus, dass sich ein Erwachsener im
Durchschnitt sieben (7±2) Wörter merken kann. Der Zusammenhang zwischen Gedächtnisspanne,
Intelligenz und Kurzspeicherkapazität oder Leistungsvermögen des Arbeitsgedächtnisses
scheint regelmäßig zu bestehen.
Je größer die Gedächtnisspanne oder das unmittelbare Behalten ist, desto
kompliziertere Denkvorgänge werden möglich. Hochbegabte
Kinder haben schon bei Eintritt ins Schulalter eine Gedächtnisspanne von fünf.
03.
Langzeitgedächtnis
Informationen können im Langzeitgedächtnis von Minuten
bis zu Jahren gespeichert werden oder sogar ein Leben lang. Vergessen ist kein
Kapazitätsproblem, sondern ein Schutz vor zu viel Wissen. Das Langzeitgedächtnis
ist unterteilt in:
Deklaratives (explizites) Gedächtnis = Wissensgedächtnis
Nicht-deklaratives, prozedurales (implizites) Gedächtnis = Verhaltensgedächtnis
Deklaratives (explizites) Gedächtnis =
Wissensgedächtnis (direkter Bewusstseinszugang)
Das deklarative Gedächtnis befindet sich im Neokortex. Inhalte
lassen sich sprachlich und bewusst wiedergeben. Es wird
unterschieden in semantisches & episodisches Gedächtnis.
Das semantische Gedächtnis (Sitz speziell im Temporallappen) enthält
das Weltwissen, von der Person unabhängige, allgemeine Fakten („Paris
ist die Hauptstadt von Frankreich“, „Man hat eine Mutter und einen
Vater“) und Faktenwissen (z.B. Pflanzennamen, mathematische Formeln).
Im episodischen Gedächtnis (Sitz im Frontal- und Temporalcortex)
finden sich Episoden, Ereignisse und Tatsachen aus dem eigenen Leben
(Erinnerung an Erlebnisse bei einem Besuch, das Gesicht und der Name der
eigenen Eltern).
Tiefergehende Erklärung: Der Hippocampus
(Bestandteil des limbischen Systems) ist für das Lernen und Abspeichern
im Neokortex stark verantwortlich. Wird er (HC) chirurgisch entfernt, kann
sich der Patient nichts Neues mehr merken. Die vor der Operation erworbene
Gedächtnisinhalte bleiben jedoch unbeeinträchtigt. Der Hippocampus
unterhält starke wechselseitige Verbindungen mit dem entorhinalen Cortex
(im angrenzenden Gyrus parahippocampalis), der wiederum Afferenzen (Afferenz
von lat. affere, „hintragen, zuführen“) aus dem ganzen Neocortex erhält,
aus den Assoziationscortizes, aus dem präfrontalen Cortex, aus dem
Temporalcortex und auch aus dem Gyrus cinguli. So erreichen den
Hippocampus modulierte Informationen von allen Sinnesmodalitäten. Vom
Hippocampus ausgehend bestehen auch wieder Verbindungen zu den genannten
Cortexgebieten. Auch der Papez-Kreis spielt eine Rolle, wobei hier
Verbindungen bogenförmig durch den Fornix in die Corpora mamillaria
verlaufen, von dort in die vorderen Kerne des Thalamus, und von dort in
den Gyrus cinguli und den Gyrus parahippocampalis, womit sich der Kreis
schließt.
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Nicht-deklaratives, prozedurales (implizites) Gedächtnis
= Verhaltensgedächtnis (kein Bewusstseinszugang)
Das Verhaltensgedächtnis befindet sich außerhalb
des Neokortex. Deren Inhalte sind deshalb nicht bewusst zugänglich und
somit bleibt eine sprachliche Auseinandersetzung verwehrt. Das hierzu zählende
prozedurale Gedächtnis (Sitz größtenteils im Kleinhirn und dem
Basalganglien) speichert Handlungsabläufe, Fertigkeiten und
Verhaltensroutinen. Diese Prozeduren sind automatisiert, d.h. sie können
ohne wesentliche Aufmerksamkeit durchgeführt werden (z.B. Gehen,
Radfahren, Tanzen, Autofahren, Klavierspielen). Man spricht auch vom
Gewohnheitsgedächtnis, da in diesem gewohnte oder mechanische
Handlungsweisen sowie die eigene Persönlichkeit abgespeichert sind.
Tiefergehende Erklärung: Am Lernen von Fertigkeiten sind beim Menschen
zwar auch Cortexareale beteiligt, die motorischen Gebiete und präfrontale
Gebiete, hauptsächlich ist das prozedurale Lernen aber im Kleinhirn und
in den Basalganglien lokalisiert.
Für die Speicherung emotional angefärbter Gedächtnisinhalte,
auch bei der Konditionierung von Angstreaktionen, spielt die Amygdala eine
herausragende Rolle.
Für Formen des Lernens wie klassische
Konditionierung, die auch bei primitiveren Tieren vorhanden sind, sind
dementsprechend auch evolutionär ältere Gehirnbereiche verantwortlich.
Generell liegt der Ort des Lernens dort, wo die beiden miteinander zu
verknüpfenden Reize konvergieren. Insbesondere das Kleinhirn spielt dabei
eine Rolle.
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04.
Bewusstseinsbildung & Handlungssteuerung
Das limbische System verwaltet unser bewusst unzugängliches
emotionales Erfahrungsgedächtnis, welches ein Leben lang individuell geprägt
wurde. Es ist verbunden mit dem orbitofrontalem und präfrontalem Cortex, der
Sitz unseres Verstandes und sogleich Ursprung von Logik und Vernunft.
Der Verstand ist eine Gehirnaktivität, die Vernunft ist keine. Vernunft ist
eine Handlungsweise, welche das Vorhandensein von Verstand voraussetzt. Je
besser das Verständnis ausgeprägt ist, welches Wissen durch Bildung und
Erfahrungen voraussetzt, desto vernünftiger können bewusste und gewollte
Handlungsweisen ausgeführt werden.
Niemand kann vernünftig sein, wenn er nicht ganz genau weiß, was
getan oder unterlassen werden soll, wann
etwas getan oder unterlassen werden soll, und warum
etwas getan oder unterlassen werden soll.
Mit anderen Worten, zuerst kommt der Verstand und danach erst kommt die
Vernunft, weil erst nachdem man etwas verstanden hat, Vernunft oder Unvernunft
zur Anwendung kommen kann. Verstand ist etwas Angeborenes, Vernunft hingegen
nicht. Eine Verwandtschaft zwischen Verstand und Vernunft besteht daher
nicht.
Die Voraussetzung um überhaupt vernünftig handeln zu können, ist der
persönliche Besitz von Wissen. Wo Wissen fehlt, bekundet sich nicht Unvernunft,
sondern einfach nur Blindheit. Einen Blinden beschuldigen zu wollen, dass er
nichts sieht, ist unhöflich.
Der Verstand hat ebenso wie das Wissen ausschließlich nur eine beratende
Funktion, während die Vernunft, ebenso wie die Unvernunft, ausschließlich und
unmittelbar nur auf dem Gebiet von Handlung & Unterlassung wirksam werden
kann.
Wenn der Verstand etwas bewertet, dann fließen die
Informationen zeitgleich durch das limbische System und das emotionale
Erfahrungsgedächtnis und werden mit den dort gespeicherten Informationen
abgeglichen. Dieses System entscheidet nun selbstständig und uns vollkommen
unbewusst, ob wir etwas wiederholen sollten, da es Lust, Freude oder einen
Vorteil verspricht oder wir etwas besser unterlassen sollten, weil es Schmerz,
Leiden oder Schaden vorhersagt.
Die veränderten Informationen, unbewusst durch das emotionale Erfahrungsgedächtnis
abgeglichen, fließen wieder zurück in den Verstand und werden als eigener
Wille wahr genommen. Die aus dem Unterbewusstsein gefühlsmäßig veränderten
Informationen bestimmen nun die bewussten Gedanken und Handlungen.
Da dieser Abgleich automatisiert und unbewusst
funktioniert, bemerken wir nicht, wie unsere bewussten Gedanken ins Unbewusste
geleitet, abgeglichen, verändert und ins Bewusstsein zurückgeleitet werden.
Stattdessen fühlen wir, als wenn unser „ICH“ diese Gedanken hervorgebracht
hätte, welche anschließend unsere Handlungen bestimmen.
Letztendlich entscheiden daher die individuell geprägten
Gefühlesveranlagungen (geprägt durch das Umfeld, Elternhaus, Freunde,
epochaler Wissensstand, Zeitgeist), was wir denken, wie wir handeln und welches
Verhalten wir zeigen. Der freie Wille ist somit nur eine Illusion!
Wir unterliegen nicht nur der Illusion des freien Willens,
denn unser tägliches Leben wird größtenteils durch einen persönlichen
„Autopiloten“ gesteuert. Die dafür notwendige Programmierung befindet sich
im emotionalen Erfahrungsspeicher. Somit ist es uns möglich, Dinge zu tätigen,
wie bspw. Zähne zu putzen, auf’s zu Klo gehen, Auto zu fahren, Klavier zu
spielen, mit 10 Fingern auf der Tastatur zu schreiben, ohne uns darüber bewusst
Gedanken zu machen. All dies läuft unbewusst und automatisiert ab, gesteuert
durch unser Unterbewusstsein.
Dieses Unterbewusstsein ist es, was die Fäden für unsere Handlungen fest in
der Hand hält. Es entscheidet selbstständig, schon bevor uns ein Gedanke
bewusst wird! Neurowissenschaftlich erforscht und bekannt ist, dass unser
Bewusstsein und der Verstand dem Unterbewusstsein hinterher hinken, denn die
Gedanken werden uns erst 3/100stel Sekunden später bewusst, welche vorher
unterbewusst entschieden wurden!
Mit diesen Erkenntnissen können wir uns nun fragen: „Wer
sind wir?“
Kurz gesagt, sind wir all das, was sich in unserem jeweiligen Unterbewusstsein
im Laufe des Lebens gefühlsmäßig manifestiert hat und welche bewusst zugänglichen
Informationen sich in unserem Wissensgedächtnis befinden. Unser unbewusster
„Autopilot“ und unser bewusster „Verstand“ kann nur das abrufen, was
abgespeichert wurde. Was sich außerhalb dieses Speichergedächtnisses befindet,
existiert für uns nicht.
Ein sehr wichtiger Punkt dabei ist, dass Umfeld, Elternhaus, Freunde, epochaler
Wissensstand & Zeitgeist unseren genetisch vorprogrammierten
Bewusstseinsspeicher im Laufe des Lebens sehr individuell prägen. Jeder Mensch
besitzt deswegen ein einzigartiges Gesamtbewusstsein, was als „Persönlichkeit“,
„Ego“ und als das „Ich“ bezeichnet wird.
Da unser Verhalten und unsere Handlungen einer unbewussten
Steuerung unterliegen, sucht unser nachgeschalteter Verstand nach Pseudo-Erklärungen
bzw. nach Rechtfertigungen, und zwar in der Regel solche, die dem Selbstwertgefühl
und den Erwartungen der sozialen Umgebung am ehesten entsprechen. Die dabei
unvermeidlich auftretenden Diskrepanzen zwischen Tun und verbaler Erklärung
werden durch ständige Abänderungen der verbalen Erklärungen zumindest vorübergehend
behoben, bis die offensichtlichen Widersprüchlichkeiten ins Blickfeld der Mitbürger
gelangen und kritisch beäugt und hinterfragt werden. Um sein Selbstwertgefühl
nicht zu verletzen, laufen unbewusste Prozesse ab, die sich in der evolutionären
Entwicklung bewährt haben. Das Gefühl „Angst“ spielt hierbei eine
große Rolle.
„Angst“ lähmt zuerst das Verstand- & Vernunftzentrum im
Neokortex. Das limbische System (Emotionszentrum) übernimmt dann die unbewusste
Handlungssteuerung. Wir laufen ab nun auf „Autopilot“. Wenn durch noch mehr
Angst auch dieses Steuerzentrum gelähmt wird und ausfällt, dann übernimmt zum
Schluss der älteste Teil unseres Gehirnes, der Hirnstamm, die alleinige
Handlungssteuerung. In diesem Zustand können wir nur noch zum Kampf übergehen
oder flüchten. Wenn beides nicht möglich ist, verfallen wir in einen Schock-
oder Starrezustand. All dies unterliegt unbewussten Steuerungsmechanismen. Ob
Kampf oder Wegrennen, dies entscheidet die jeweilige genetische Prägung des
Menschen, wobei ängstliche Typen eher die Flucht ergreifen und selbstbewusste
bzw. aggressive Menschen zum Angriff übergehen.
Diese automatische Abschaltung der einzelnen Gehirne hat
weitreichende Folgen. Laut jüngsten Erkenntnissen der Gehirnforschung leben 80%
aller Menschen in einer Fantasiewelt, die auch als „unrealistischer
Optimismus“ bezeichnet wird. In der Praxis bedeutet dies, der
Stirnlappen (präfrontaler Cortex) wird einfach heruntergefahren, wenn Meldungen
herein flattern, die sich nicht mit ihrer Wohlfühlwelt vereinbaren
lassen.
Wenn sich Menschen einer Problemlösung oder Klärung
verweigern, unterliegt die Handlungsteuerung längst dem unbewussten emotionalen
Erfahrungsgedächtnis. In diesem Zustand befindet sich der Neokortex, mit all
seinen darin befindlichen handlungsleitenden Funktionen (bewusster Verstand, Vernunft, Logik &
Rationalität), in einer Lähmung und ist somit handlungsunfähig.
Da das emotionale Erfahrungsgedächtnis (Gefühlsspeicher)
über Jahrmillionen gelernt hat, sich schlechten Gefühlen (existenzbedrohend)
zu verweigern, wird die so geprägte Information auch dementsprechend in das
Bewusstsein eingebracht und ist handlungs- & verhaltensbestimmend.
Emotional stark veranlagte Menschen reagieren auf Kritik zuerst mit haltlosen,
unrationalen und unvernünftigen Rechtfertigungen und Unterstellungen. Und wenn
sie schließlich das Gefühl haben, sich damit unglaubwürdig zu machen, gehen
sie letztendlich zur radikalen Gesprächsverweigerung über, nur um dem
schlechten Gefühl keinen Raum zu gewähren, was programmgemäß durch die
evolutionäre Prägung festgelegt wurde. Dabei entsteht ein Teufelskreis, aus
dem ein, so gefühlsgesteuerter „Zombie“, selbst nicht heraustreten
kann. Er müsste sich bewusst schlechten Gefühlen aussetzen, was aber nicht
funktioniert, da sein bewusster Verstand durch das unbewusste emotionale
Erfahrungsgedächtnis gesteuert wird und letzteres sich, aus existenziellen Gründen
und evolutionärer Vorprogrammierung, negativen Gefühlszuständen stets
verweigert. Sich unbewusst einer Klärung zu verweigern ist somit der gängigste
Verhaltensweg, sich einer Verletzung der Gefühlswelt zu entziehen.
Spricht man die Menschen daraufhin an, warum sie sich verweigern, wird auch
diese Antwort verweigert. Oder jene versuchen, mit unsachlichen, fadenscheinigen
Begründungen bzw. willkürlichen Vorwürfen eine Erklärung abzugeben, auf
dessen Hinterfragung sie wiederum mit Verweigerung reagieren. Diese unvernünftige
Verhaltensweise ist für einen rational denkenden Außenstehenden meistens sehr
unverständlich, da es schon sehr viel Wissen und Kenntnis bedarf und welche
persönlichen Prägungen und neuronalen Abläufe letztendlich zu einem solch
widersprüchlichen Verhalten führen.
Fakt ist deshalb, eine Klärung zwischen ursprünglich gesteuerten emotionalen
„Zombies“ und neuzeitlich eher vernunft-rational gesteuerten Menschen, durch
eine sachliche und vernünftige Argumentation, ist von einer sagenhaften
Aussichtslosigkeit geprägt, wie man sie sich kaum vorzustellen vermag!
Aus diesem Grund ist es auch äußerst
unwahrscheinlich, dass eine dermaßen religiös geprägte Welt, mit ihren unzähligen
Glaubenslehren, unterschiedlichen Ansichten und den daraus resultierenden
Problemen, jemals zu einer Lösung kommen wird, aber sich die Menschen mit ihrer
archaischen Emotionssteuerung, wie seit Jahrtausenden, weiterhin die Schädel
einschlagen, anstatt ihren stammesgeschichtlich jüngsten Teil des Gehirns, den
Neokortex mit seiner Vernunftveranlagung, zu benutzen!
Und jene Menschen, welche sich von ihrer religiösen Befangenheit befreien konnten, sind größtenteils
dem Materialismus verfallen und aktivieren dadurch ihr Belohnungszentrum, um
sich ein gutes Gefühl zu erkaufen, was ihnen durch die Religionsverweigerung
abhanden gekommen ist. Leidtragend ist die Natur samt ihren Mitgeschöpfen, wozu
auch der Mensch zählt. Es spielt daher keine Rolle, ob sich die Menschen ihr
gutes Gefühl (Aktivierung des Belohnungszentrums im Gehirn) durch die Ausübung
einer menschentrennenden Religion oder durch naturzerstörenden Materialismus
erzeugen.
05.
Bewusstsein ist irdischen Ursprungs
Wir leben in einer größtenteils deterministischen Welt,
wo Ursache und Wirkung im Kausalzusammenhang stehen. Die Kausalität ist jedoch
unscharf bzw. schwammig, da in der Quantenmechanik bekannte Zustände wie Superposition
und Unschärferelation zu finden sind, dessen Auswirkung auch bis in die
Makrowelt hinein reicht. Wenn in der Welt der kleinsten Teilchen (Quanten) der
echte Zufall eine Daseinsberechtigung besitzt, dann wirkt dieser auch in
und bei jeder Ursache mit. Ein strenges deterministisches Weltbild ist somit
nicht haltbar. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass der Zufall anteilig zur
Ursache wird und die darauf folgenden Wirkungen kausal aufbauen.
Ein göttlicher Plan oder gar Programm kann damit
ausgeschlossen werden. Die Zukunft ist nur von der Wahrscheinlichkeit
vorherbestimmt, aber nicht in jedem Detail. Und kleine Veränderungen, auch
durch den echten Zufall auf Quantenebene, können große Auswirkungen in der
Zukunft besitzen. Auch unsere Hirnfunktionen, welche unser Bewusstsein
hervorbringen, unterliegen diesen beschriebenen Begebenheiten und bekannten
Gesetzmäßigkeiten.
Unser Gehirn arbeitet mit einem Bewusstseinsbrennpunkt, der durch die Verknüpfung
von Verstand und Konzentrationsfähigkeit entsteht. Alle Informationen gelangen
über diesen Bewusstseinsbrennpunkt in unser Kurzzeit- bzw. Arbeitsgedächtnis,
werden dort weiterverarbeitet und enden entweder im Langzeitgedächtnis oder
werden wieder vergessen.
Der Unterbewusstseinsspeicher enthält alle emotionalen
Erfahrungen und Gefühle wie Angst, Lust, Freude, Leid, Hass, Zorn usw., welche
uns nicht bewusst zugänglich sind. Die Emotionsveranlagung wird größtenteils
von den vorherigen Generationen weitervererbt. Unser Verhalten ist somit eine
Mischung aus vorbestimmter genetischer Veranlagung, emotionaler Prägung und der
Programmierung unseres bewusst zugänglichen Wissensgedächtnisses.
Unser Verstand arbeitet nur im Wachbewusstsein, wenn neue Dinge, welche das
Gehirn noch nicht kennt, ausgewertet werden müssen. Deswegen besitzen wir die Fähigkeit,
uns zu konzentrieren, um uns bewusst in eine Sache hineindenken zu können. In
diesem Zustand werden alle eingehenden Informationen nicht nur durch das
Wissensgedächtnis geleitet, sondern auch durch den Unterbewusstseinsspeicher
(emotionales Erfahrungsgedächtnis) geschleust und unbewusst mit vorhandenen
Informationen abgeglichen. Wenn wir uns dann bewusst entschieden haben, glauben
wir, dies durch einen freien Willen getätigt zu haben, was stattdessen nur eine
Illusion darstellt, denn 3/100stel Sekunden, bevor ein Gedanke uns bewusst wird,
hat unser Unterbewusstsein schon entschieden und die Handlungen eingeleitet. Der
freie Wille ist daher nur eine Illusion!
Der größte Teil unserer Entscheidungen wird deshalb
unterbewusst getroffen, da sich dies für das Überleben des Individuums bewährt
hat und einen Evolutionsvorteil darstellt. Schmerzen werden somit programmgemäß
und unbewusst vermieden. Ein gutes belohnendes Gefühl hingegen, welches im
Gehirn durch Lust und Freude entsteht (Ausschüttung des Glückshormons Dopamin),
wird durch unsere unbewusste Emotionssteuerung permanent angestrebt.
Weil negative Emotionen das Überleben sichern, fressen sich Angst, Schmerz und
negative Erfahrungen 10 mal stärker in das Unterbewusstsein ein, als positive
Erfahrungen. Ein Mangel am Besitz dieser überlebenswichtigen negativen
Emotionen führt zu risikoreichen und draufgängerischem Verhalten, was nicht
selten zu einer Eliminierung des Individuums samt seiner Veranlagung führt.
Angst und Schmerz sind somit ein wichtiges evolutionäres Werkzeug, was uns bis
heute einen Überlebensvorteil einbrachte. Fehlende oder geringfügiger ausgeprägte
Emotionen, wie bspw. die Angst, können jedoch durch genug Verstand, Vernunft,
Wissen, Logik und Erfahrungen ausgeglichen werden. Die sonst unterbewusst
gesteuerte emotionale Verhaltenssteuerung wird somit durch bewusste neokortikale
Steuerung ersetzt, welche keineswegs eine schlechtere Überlebenschance eröffnet,
als die bisher über Millionen Jahre angelegte und praktizierte
Emotionssteuerung.
Was sich bewährt, wird genetisch ebenso weitervererbt, wie
auch schlechte Eigenschaften. Den Überlebensvorteil erhält jedoch das
Individuum, welches vorsichtiger und schmerzvermeidender lebt, da es sich
weniger in Gefahrensituationen begibt, egal ob es dies, wie bisher, unbewusst
emotionsgesteuert oder neuzeitlich bewusst und vernunftgesteuert tut. Welches
der beiden verschieden gesteuerten Individuen am Ende überlebt, bleibt vorerst
offen.
Mit dieser evolutionären unterbewussten Emotionssteuerung
kann man nun auch erklären, warum Menschen ihre Körperreaktionen und
Verhaltensweisen nicht bewusst steuern können. Natürliche Angst, Phobien,
Suchtbefriedigung, Liebe, Hass, Zorn, Glücksgefühle und Depressionen, all das
kann der Mensch deshalb nicht bewusst steuern, da unser Emotionsgedächtnis,
inkl. Verwaltung und Steuerung, keinen bewussten Zugang besitzt.
Traumatische Erlebnisse erzeugen starke Emotionen, welche
sich sehr stark im emotionalen Erfahrungsgedächtnis manifestieren und fortan
handlungsbestimmend mitwirken. Diese leiten und prägen dann das Verhalten des
traumatisierten Individuums, welches sich nicht bewusst gegen diese
Fernsteuerung zur Wehr setzen kann. Ein solcher Mensch leidet nun unter den
Auswirkungen, welche ihm zwar bewusst werden, auch wenn er dies vom Verstand her
nicht möchte. Er findet sich in der großen Menge emotionsgesteuerter Zombies
wieder, in der sich Liebende, Materialisten, Religionsdogmatiker, Homosexuelle,
Drogen- & Geldsüchtige und auch Menschen mit „perverser“ Veranlagung
tummeln.
Keiner von diesen Menschen kann sich bewusst gegen diese unterbewusste
emotionale Steuerung wehren. Und somit tragen sie auch keine Schuld für ihre
jeweilige Veranlagung! Die Schuld findet man in der individuellen Prägung durch
das Umfeld und in der genetisch vererbten Veranlagung. Auch Großeltern können
somit eine Teilschuld tragen, wenn das Enkel zum Massenmörder oder zum
Homosexuellen mutiert.
Vergewaltigten Frauen und misshandelten Kindern pflanzte man mit dieser Tat
gewaltsam Dinge in das Unterbewusstsein, worunter sie ein Leben lang leiden.
Diese gespeicherten Negativraster sind deshalb so gewichtig und
handlungsbestimmend, weil sich, wie schon erwähnt, Negativereignisse viel stärker
ins UB einfressen, da diese bisher einen evolutionären Überlebensvorteil
brachten. Das Gehirn hat letztendlich über Jahrmillionen gelernt, was den Körper
und dessen Leben bedroht, hat 1. Priorität und findet sofort einen festen Platz
im bewusst unzugänglichen, emotionalen Erfahrungsgedächtnis. Damit müssen
sich leider sehr viele Menschen herumärgern, welche mit Negativereignissen
konfrontiert wurden, welche nun handlungsbestimmend aus dem Unterbewusstsein zu
Gefühls- und Verhaltensproblemen führen, ohne bewusst kaum etwas dagegen
ausrichten zu können.
Aus diesem Grund ist es auch fast unmöglich, Menschen mit traumatischen
Erlebnissen, Panikattacken oder Phobien im Handumdrehen zu heilen. Dies
funktioniert nur, indem sich Psychologen einen Zugang zum
Unterbewusstseinsspeicher verschaffen, wobei sich die Hypnose als ein sehr nützliches
Werkzeug erwiesen hat, da man so praktizierend sämtliche
„Bewusstseinsfilter“ ausschaltet und der Hypnotiseur einen direkten Zugang
ins UB erhält, um die schädlichen Erinnerungen bewusst umzuprogrammieren und
zu überschreiben.
Eine weitere Möglichkeit wäre, die negativ wirkenden Gefühlsraster mit
starken positiven Gefühlen zu überschreiben und damit unschädlich zu machen.
Hinsichtlich der viel stärkeren und schnelleren Manifestierung negativer Gefühle,
ist es leider sehr schwer, die alten schädlichen handlungsbestimmenden Gefühlsraster
mit vielen kleinen positiven Gefühlen zu überschreiben, bis diese wieder die
Oberhand im Bewusstsein und im Verstand erlangen.
Erst wenn das Unterbewusstsein des Patienten keine negativen Impulse mehr
erzeugt, verschwinden auch die lästigen Zwangshandlungen, Panikattacken und
Phobien.
Kennen Sie das? Sie halten Ihr Kind unzählige Male von der heißen Herdplatte
fern und erklären ihm, dass es sich sehr weh tun wird, wenn es diese anfasst.
Doch all diese lieb gemeinten Bemühungen fruchten nicht und das Kind wird,
durch eine Sekunde der mütterlichen Unachtsamkeit, einen Weinanfall bekommen,
weil die verbrannten Finger vor Schmerz sooo unheimlich weh tun.
Nun ist der Schmerz ein sehr starkes Gefühl, welches sofort im limbischen
System abgespeichert wird. Da die Ursachen des Schmerzes den Organismus schädigen
können, vermeidet das Individuum in Zukunft einen Kontakt mit einer heißen
Herdplatte. Und weil das limbische System nur Gefühlsinformationen abspeichern
kann und dieses System für das Verhalten des Kindes verantwortlich ist, kann
das Kind mit bewussten Argumenten, seien sie noch so verständlich und vernünftig,
nichts anfangen. Erst die Gefühlsprägung durch den Schmerz oder die
Liebkosung, wenn z. B. etwas richtig gemacht wurde, erzeugen die Verinnerlichung
einer aufgestellten Regel.
Leider müssen auch die meisten erwachsenen Menschen, durch die Erzeugung von
Schmerzen und negativen Gefühlen, zur Einhaltung der aufgestellten
gesellschaftlichen Regeln erzogen werden. Die dafür vorgesehenen Mittel sind
uns allen bekannt. Für jedes Fehlverhalten wird das Individuum mit etwas
bestraft, was in uns ein schlechtes Gefühl erzeugt, welches im
handlungsbestimmenden limbischen System eine Spur hinterlässt, um so unser „Fehl“-Verhalten
zu ändern. Bestraft wird man bspw. mit einer deftigen Geldstrafe, Führerscheinentzug,
Degradierung, Bloßstellung, Ansehensverlust, Lästerung, Schlechtmacherei, Prügel,
Verbote oder Kontakt-Verweigerung. Und warum dies alles? Weil die meisten
Menschen, wie auch die Kleinkinder, auf bewusste Argumente, welche im Neokortex
verarbeitet werden und welche eine ferngesteuerte Marionette des unterbewussten
limbischen Systems ist, nicht reagieren können. Es bewahrheitet sich daher
immer wieder: Wer nicht hören will, muss fühlen!
06.
Der freie Wille ist nur eine Illusion
Definition freier Wille: „Freier Wille ist dann
gegeben, wenn wir frei von äußeren und inneren Zwängen sind.“
Der Verstand mit seiner Vernunftveranlagung begreift zwar,
dass er unterbewusst, durch die individuelle Gefühlsveranlagung, gesteuert und
manipuliert wird, aber erst in dem Augenblick, wenn er die unterbewusst
entschiedenen, vorgegebenen Handlungen stoppen kann und sich bspw. bewusst für
den Schmerz entscheidet, wenn z. B. auf lange Sicht eine Belohnung wartet,
beginnt ein freier Wille zu wirken, da man sich bewusst und mit seinem Verstand
gegen die evolutionär festgelegte unbewusste Handlungssteuerung entscheidet.
Man überwindet somit die innerlich vorbestimmten Zwänge.
Ebenso verhält es sich, wenn gesellschaftliche Normen, Gesetze und
Moralvorstellungen das Individuum dazu knechten und zwingen, sein Handeln
dementsprechend anzupassen, jener Mensch sich aber bewusst gegen diese
Zwangsvorschriften entscheidet und in Kauf nimmt, dass er für sein eigenständiges
Handeln und Verhalten mit großen Problemen, wie Bestrafung, Schmerzen, Leid und
Verachtung zu rechnen hat.
Mitläufer, Jasager und stark angepasste Individuen besitzen deshalb keinen
freien Willen, denn die Angst bestimmt deren Verhalten. Und wie man weiß, wohnt
die Emotion Angst im unbewusst zugänglichem, emotionalem Erfahrungsgedächtnis,
welche die Handlungssteuerung im Neokortex (Sitz von Verstand und Vernunft)
kontrolliert und diesen, bei Gefahr für das Gefühlszentrum, lahm legt. Ängstliche
Menschen haben somit kaum eine Chance, nur im Ansatz einen freien Willen zu
entwickeln, wo hingegen recht angstfreie Menschen schon eher in der Lage sind,
einen von Zwängen befreiten Willen zu entwickeln, weil sie Schmerz und körperlichen
Schaden einkalkulieren können. Doch diese müssen aufpassen, durch ihr höheres
Selbstzerstörungspotential der natürlichen Selektion zu unterliegen und am
Ende, trotz erheblicher Willensstärke, als Verlierer da zu stehen.
Aussteiger, denen es egal ist, was die Gesellschaft über sie sagt und welche
wenig Existenzängste besitzen, haben oft auch einen starken Willen und sind überdurchschnittlich
intelligent und gebildet. Diese bewusst gewählte Lebensart sagt daher sehr viel
über den Willenszustand eines Aussteigermenschen. Natürlich gibt es auch
Verlierer, die zum Aussteigen gezwungen werden, was m. E. aber nicht die Regel
ist. Die Überzeugung, die Haltung und der Wille spielen oft die größere
Rolle.
Die meisten Menschen lieben die Illusion, ein „Ich“ zu besitzen. Da Liebe
ein Gefühl ist, welches wir nicht bewusst steuern können, ist auch die
geliebte Illusion, ein „Ich“ zu besitzen, nicht abänderbar. Wer in der Lage
ist, sein unbewusstes emotionales Erfahrungsgedächtnis mit rationalen, vernünftigen
und logischen Gefühlsrastern zu prägen, stellt Harmonie zwischen dem bewussten
Neokortex und dem unbewusst zugänglichen Gefühlsgedächtnis her. Der bewusste
Verstand und die Vernunft werden somit vom unterbewussten Gefühl gestützt und
können frei arbeiten, ohne durch unbegründete Ängste gelähmt zu werden. Mit
einem so angstfrei arbeitendem Verstand ist man auch in der Lage, die Illusion
des eigenen Ichs zu begreifen. Ein solcher Mensch macht sich frei von den
evolutionär vorbestimmten Zwängen und religiös geprägten zwanghaften
Moralvorstellungen und kann ein bewusstes und selbstbestimmtes Leben führen.
07.
Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?
Der immense Wissens- & Erkenntnisstand, welcher in den
letzten zwei Jahrhunderten anhand der
exakten Naturwissenschaften, vor allem aber der Neurobiologie und
Neuropsychologie, erarbeitet wurde, entzaubern das bisherige religiös geprägte
Wunschbild von uns selbst, in dem wir göttlich geschaffene Wesen sind, welche,
unter anderem, eine unsterbliche Seele besitzen und auf ein Leben im Paradies
hoffen können. Damit wären zwar die drei Fragen aller Fragen beantwortet, nur
leider falsch!
Heute gibt es kaum noch einen Zweifel daran, wer wir sind, woher wir kommen und
wohin wir gehen. Auch wenn uns nicht gefallen mag, was wir nun wissen, müssen
wir mit diesem klaren Blick auf die nüchterne Wirklichkeit leben. Wer dies
nicht vermag, dem steht es auch im 21.
Jahrhundert weiterhin frei, sich irgendwelchen wirklichkeitsfremden Phantasien
und Illusionen hinzugeben, wie dies unglaubliche 95% der Weltbevölkerung
praktizieren.
Wer sind wir? Kurz gesagt, sind wir all das, was sich in unserem
jeweiligen Unterbewusstsein im Laufe des Lebens gefühlsmäßig manifestiert hat
und welche bewusst zugänglichen Informationen sich in unserem Wissensgedächtnis
befinden. Unser unbewusster „Autopilot“ und unser bewusster „Verstand“
kann nur das abrufen, was abgespeichert wurde. Was sich außerhalb dieses
Speichergedächtnisses befindet, existiert für uns nicht.
Ein sehr wichtiger Punkt dabei ist, dass Umfeld, Elternhaus, Freunde, epochaler
Wissensstand & Zeitgeist unseren genetisch vorprogrammierten
Bewusstseinsspeicher im Laufe des Lebens sehr individuell prägen. Jeder Mensch
besitzt deswegen ein einzigartiges Gesamtbewusstsein, was als „Persönlichkeit“,
„Ego“ und als das „Ich“ bezeichnet wird.
Woher kommen wir? Unsere evolutionäre Abstammung
vom Einzeller, über den Fisch, Lurche, Säugetier, Halbaffen, Affen bis zum
Homo Sapiens ist vom genetischen Stammbaum her sehr präzise erklärbar. Wie uns
die großen Weltreligionen vermitteln und einfach eine Hand voll Lehm nehmen und
schwups, ist der Mensch geschaffen, das passt einfach nicht mehr in das heutige
Wissenszeitalter.
Wohin gehen wir? Die Erkenntnisse der Neurobiologie
und Neuropsychologie lassen keinen anderen Schluss zu, dass unser Bewusstsein
ein Meister in der Erschaffung von Illusionen ist. Die hochgepriesene
„Seele“, unser verdammtes „Ego“ und unser geliebtes „Ich“ sind nur
Illusionen, welches unser Gehirn erschafft, um einen Sinn für unser Leben zu
kreieren.
Illusionen sind jedoch nicht real und somit vergänglich. Nichts anderes erklären
uns die Neurowissenschaftler, wenn sie uns vermitteln, wie unser Gehirn
funktioniert und wann unser Bewusstsein seine Illusions-Funktion einstellt. So
besitzen wir Menschen ein zeitlich begrenztes Bewusstsein, was mit dem körperlichen
Tod auch die Illusionen-Erzeugung einstellt. Daran geht kein Weg vorbei!
Nach dem Zerfall des neuronalen Netzes stirbt die illusorische „Seele“, das
„Ego“, unser „Ich“ und unsere „Persönlichkeit“, da alle im Gedächtnis
gespeicherten Informationen vernichtet werden!
Wie bequem und angenehm ist es da, wenn man als religiöser Mensch einer
Illusion verfallen ist, welche einem, durch den Glauben an eine unsterbliche
bewusstseins- und informationsübertragende Seele, die Unsterblichkeit
vorgaukelt? Doch zum Trost aller Atheisten hat auch diese geniale religiöse
Illusion ihr unvermeidliches Ende!
08.
Zusammenfassung Weltanschauung:
01. Evolution ist zu 99% bewiesen, was die Schöpfungsgeschichte negiert.
02. Es läuft kein göttliches Programm ab und wir befinden uns in keiner
Matrix.
03. Alles Phantasie: Mystik, Götter, Teufel, Elfen, Reinkarnation,
unsterbliches Bewusstsein.
04. Alle Dinge stehen im schwammigen Kausalzusammenhang durch den
Zufallseingriff auf Quantenebene.
05. Der Mensch mit seinem Versand, Geist und Bewusstsein ist ein Zufallsprodukt.
06. Es gibt viele subjektive Wahrheiten, aber nur eine Wirklichkeit.
07. Eine höhere Dimension, als unsere vier bekannten, ist bisher nicht bekannt.
08. Die genetischen Erbanlagen und die individuelle Prägung des Menschen sind
stark handlungsbestimmend.
09. Prägung und Programmierung des Unterbewusstseins geschieht durch das
jeweilige Umfeld.
10. Das Unterbewusstsein entscheidet größtenteils selbst. Bewusstsein und
Verstand rechtfertigen im Nachhinein die vorbestimmten Handlungen.
11. Die vier Handlungsebenen. Siehe unten.
12. Evolutionäres Belohnungszentrum im Gehirn erzeugt Sucht, Gier, Macht, Ego.
13. Die meisten Menschen sind gefühlsgesteuerte Zombies mit geringer Variabilität
ihrer Handlungsmöglichkeiten.
14. Ständiges Streben nach dem guten Gefühl durch: Religion, Meditation,
Musik, Sex, Drogen, Geld, Materialismus, Macht.
15. Durch die unbewusste Emotionssteuerung ist eine Vernunftsteuerung kaum
erreichbar.
16. Der freie Wille ist nur eine Illusion, wie auch das Ich und dessen Ego.
17. Das höchste Bewusstsein ist nicht die hochgelobte Erleuchtung, denn damit
koppelt sich der Mensch radikal von der Wirklichkeit ab und wird zum Realitätsverweigerer.
In diesem Zustand übernehmen die Hormone und das Belohnungszentrum jegliche
Handlungssteuerung. Der Oberzombie wurde erschaffen!
18. Die höchste Bewusstseinsebene ist das Erreichen von Vernunft und die daran
gebundene Entwicklung eines freien Willens, der die handlungsleitenden Impulse
durch die unbewusste Emotionssteuerung kontrollieren kann.
19. Die Zukunft ist nur eine Illusion, welche unser Gehirn aus der Vergangenheit
und allem Erlernten konstruiert und im Bewusstseinsbrennpunkt (JETZT) zur
illusorischen Erinnerung übergeht.
20. Test „Freier Wille“: Kannst Du Dich für ein starkes schlechtes Gefühl
und gegen ein super gutes Gefühl entscheiden, wenn es auf längere Sicht für
Dich und Andere vernünftig wäre?
1. Handlungsebene
Sie beschränkt sich auf alle höherentwickelten Säugetiere,
deren Handlungen rein durch Gefühle, Emotionen, den Instinkt und ihre Sinne
geleitet werden.
2. Handlungsebene
Diese basiert stark auf der tierischen Handlungsebene,
nur dass der menschliche Verstand hinzukommt, der es dem Individuum ermöglicht,
im Nachhinein über seine gefühlsgesteuerten Handlungen nachzudenken.
(Beispiel: Priester, Theologen, religiöse Menschen, Triebtäter)
3. Handlungsebene
Zu den Emotionen und dem Verstand gesellt sich die
Rationalität, die Logik und die Erkenntnis. Der größte Teil aller Handlungen
unterliegt jedoch weiterhin der Gefühlssteuerung durch das limbische System.
(Beispiel: Wissenschaftler, Philosophen, Sektenführer, Geschäftleute)
4. Handlungsebene
Es ist die Ebene der emotionalen Intelligenz und der
Vernunft. Sie kombiniert Ebene 2 & 3 miteinander UND kontrolliert bewusst
deren Handlungsimpulse. Die Vernunft übernimmt die Regie und koppelt sich somit
von der handlungsbestimmenden Gefühlssteuerung ab. Jene Individuen sind in der
Lage, ihre Handlungen größtenteils zu kontrollieren und zu dosieren. Sie können
in der Zukunft liegende Ereignisse in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit
besonders gut einschätzen. Die Emotion Angst ist weniger ausgeprägt.
09.
Die drei Lebenswege
Um in dieser Welt einigermaßen klar zu kommen, entscheiden
wir uns, im Laufe unseres Lebens, für einen dieser drei Wegesmöglichkeiten:
„Der Religions- & Glaubensweg“
„Der Weg der Suchtbefriedigung“
„Der Weg der Wirklichkeitserkenntnis“
„Der Religions- & Glaubensweg“
Es ist der einfachste und ein über Jahrtausende bewährter Weg, diese
komplizierte Welt mit all ihren Facetten zu ertragen und seine Kraft und
Hoffnung aus dem Glauben zu ziehen.
Er spendet den Menschen Trost bei Unglück und belohnt sie mit emotionaler
Sicherheit.
Jeder Suchende findet in den großen Glaubenslehren eine einfache Erklärung über
den Sinn seines Daseins.
Alle Religionen, die Esoterik sowie die Astrologie geben dem Menschen die
notwendigsten Antworten, mit denen sie ein zufriedenes Erdenleben führen können.
Der größte Nachteil dieses Weges ist die Zwangsindoktrinierung durch die
Eltern, bzw. die aus Unwissenheit gewollte Unterwerfung zur Realitätsverweigerung,
welche einen enormen Wirklichkeitsentzug zur Folge hat. Die so erzeugten
Verhaltensmuster, im Gesamtbild betrachtet (Glaubenskriege, Dogmatismus,
Ablehnung neuer Erkenntnisse, wenn sie dem Glauben widersprechen), schaden uns
und unserer Umwelt mehr, als sie dem Einzelindividuum nützen.
„Der Weg der Suchtbefriedigung“
Wenn der bisherige Religions- & Glaubensweg nicht mehr in Frage kommt, da
man die Erkenntnisse der exakten Naturwissenschaften im 21. Jahrhundert, als
wirklichkeitstauglicher erachtet, als die Erklärungsversuche des Altertums,
dann ist man dazu verdammt, die Leere und emotionale Unsicherheit, welche die
Religions- & Glaubensablehnung erzeugt, mit weltlichen Ersatzbefriedigungen
auszufüllen.
Hier stehen dem Menschen des 21. Jahrhunderts jede Menge Mittel zur Verfügung,
welche die große Masse auch bereitwillig in Anspruch nimmt. Dies wären:
Materialismus, Geldgier, Machthunger, Sexsucht, Spielsucht, Spaßgesellschaft,
Leck-mich-am-Arsch-Gefühl und Drogen jeglicher Art wie: Medikamentenmissbrauch,
Zigaretten, Kaffee, Alkohol, Völlerei, pflanzliche und synthetische Drogen.
All diese Dinge bedienen die „emotionale Sicherheit“ und aktivieren unser
Belohnungszentrum, welches mit der Ausschüttung von Dopamin reagiert und einen
guten, erträglichen Gefühlszustand erzeugt. Diese natürliche Gefühlsveranlagung,
also dem ständigen Streben nach dem guten Gefühl und der tunlichsten
Vermeidung schlechter Gefühle, sichern das evolutionäre Überleben der
menschlichen Art. Wir haben uns zu Jägern nach dem guten Gefühl entwickelt.
Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir existieren.
Jeder Jagderfolg wird vom Körper durch ein entsprechendes Gefühl belohnt. Sei
es das Erfolgserlebnis, die Beute erwischt zu haben, der herrliche Geschmack
oder das angenehme Gefühl der Sättigung, unser Körper belohnt durch unbewusst
gesteuerte Hormonausschüttung den Erfolg oder bestraft das Individuum bei
Misserfolg mit einem schlechten Gefühl.
Es verwundert daher auch nicht, dass unser Körper in der
Lage ist, in der Hypophyse und im Hypothalamus, sein eigenes selbst produziertes
Opioidpeptid namens Endorphin herzustellen, was dem Rauschgift Heroin und dem in
Reinform isolierten Alkaloid Morphin (aus Opium) entspricht.
Die Ausschüttung wird durch aktive sportliche Aktivitäten
herbeigeführt. Sportler sind deshalb Endorphin-Junkies, was auch erklärt,
warum Sport süchtig macht. Wer Heroin oder Morphin konsumiert, kann daher auf
Sport gut verzichten, weil er seinen Rauschzustand durch eine direkte äußerliche
Verabreichung herbeiführt.
Ob Bulimiker mit ihrer Erbrech-Sucht, religiöse
Selbstgeiseler oder autoaggressive Borderliner, welche sich die Arme
aufschneiden, um den Schmerz zu spüren, alle vereint, dass sie durch diese
Handlungen in den Genuss eines besseren Körpergefühls kommen, initiiert durch
die Erzeugung von Endorphin, Dopamin und Serotonin, welche unseren Körper in
einen Rauschzustand versetzen. Nur in diesem Zustand können diese Menschen die
Welt einigermaßen gut ertragen.
Wer es gelernt hat, sich durch Gebet oder Meditation in einen tiefen Daeins-Zustand zu versetzen, erzeugt damit eine beachtlich große Ausschüttung
des Glückshormons Endorphin, wie dies auch in starken Rauschzuständen durch
Alkohol & Drogen aller Art und in schamanischen Trancezuständen erzeugt
wird. Wem wundert es dann noch, wenn das Gebet und die Meditation ein hohes
Suchtpotential besitzt und die Menschen diesem Rausch-Zustand hinterher jagen.
Das Problem aller Gefühlsjäger besteht jedoch darin, dass es im Allgemeinen
immer einer Stimulationssteigerung bedarf, denn die Dopamin-Rezeptoren im Gehirn
gewöhnen sich an die Dauer-Reizung und stumpfen mit der Zeit ab. Infolgedessen
muss die Dosis mit der Zeit weiter erhöht werden, was auch zu einer Verstärkung
der schädlichen Nebenwirkungen führt.
Die körperlichen und geistigen Schädigungen des Konsumenten sind
vielschichtig. Wir bezahlen den Glücksgefühlspreis mit Übergewicht, Realitätsentzug,
Bewusstseinstrübung, Selbstüberschätzung, Abhängigkeit, beschleunigtem körperlichen
Zerfall und vor allem mit der Zerstörung unserer neuronalen Schaltzentrale,
also unserer einmaligen Intelligenz.
Für diese Art Lebensweg und Lebensweise bezahlt ein
solches Suchtbefriedigungsindividuum einen sehr hohen Preis. Realistisch
betrachtet, ist dieser Weg ebenso unvernünftig und zerstörerisch, wie der
Religions- & Glaubensweg mit seinen blutgetränkten Schlachtfeldern.
Einmal im Strudel dieser unreligiösen Ersatzbefriedigungen, hat es der Mensch
außerordentlich schwer, sich all diesen glücksgefühlserzeugenden Handlungen
zu entledigen.
Erst nachdem sich der süchtige Mensch auf dem Boden der Tatsachen
wiederfindet, ist es ihm auch möglich, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Ähnlich
einem Drogenjunkie, der alles verlor, zum Schluss in der Gosse lebte und diese
schmerzhafte Erfahrung emotional durchlebt hat und dadurch erkennen konnte,
wohin diese Ersatzbefriedigung und der Missbrauch führte.
Damit sind dessen Probleme aber nicht gelöst, denn einem Menschen, der
sich in der Suchtbefriedigung befindet, mit vernünftigen Argumenten, netten
Hinweisen oder aufopferungsvoller Hilfe zur Seite zu stehen, ist die reinste
Energieverschwendung für den Helfenden. Der Suchtmensch muss selbst erfühlen,
indem er ganz unten ankommt, wie schädlich seine emotionalen
Ersatzbefriedigungen für ihn sind, denn gefühlte Negativereignisse fressen
sich, evolutionär bedingt, viel stärker ins Bewusstsein ein, als die vielen
kleinen netten Glücksgefühle durch die Aktivierung des Belohnungszentrums. Ein
solch tief gefallener Mensch vermeidet nun bewusst und unterbewusst diesen
schmerzhaft erlebten Gefühlszustand. Und da muss er durch!
Doch damit steht er wieder am Anfang seiner Sucht und muss sich nun entscheiden,
ob er zurückfällt in den haltgebenden Religions- & Glaubensweg, welcher
mit Realitätsentzug und Wirklichkeitsverweigerung sowie Selbstbetrug aufwartet
oder man einen ganz neuen Weg beschreiten möchte, den Weg der
Wirklichkeitserkenntnis.
Die Gefahr, dass ein solcher Mensch erneut in die
Suchtbefriedigung zurückfällt und der Kreislauf der Suchtbefriedigung von
Neuem beginnt, ist recht hoch, denn kaum jemand ist in der Lage, dieses
evolutionär angelegte Suchtbefriedigungsraster zu durchbrechen.
„Der Weg der Wirklichkeitserkenntnis“
Wenn der Mensch zur Erkenntnis gekommen ist, dass sowohl der „Religions- &
Glaubensweg“ mit seiner Realitätsverweigerung und seinem Wirklichkeitsentzug,
wie auch „Der Weg der Suchtbefriedigung“ mit seiner selbstzerstörenden
Komponente für ein befriedigendes und glückliches Leben nicht in Frage kommen,
so bleibt nur „der Weg der Wirklichkeitserkenntnis“.
Der einfache Weg, zurück zur Realitätsverweigerung und
dem Selbstbetrug, welchen sehr viele Menschen beschreiten, wie bspw. der
beliebte Ex-Drogenjunkie und heutige Religionsdogmatiker Bayless Conley, ist
insofern gut zu verstehen, da man SOFORT mit guten Gefühlen und emotionaler
Sicherheit belohnt wird! Es ist ein Rückfall in die Glaubensdroge und die
Abkehr von aller Wirklichkeitserkenntnis.
Wer sich gegen seine evolutionären Gefühlsanlagen (auf Kurzzeit angelegtes
Belohnungszentrum) FÜR den Wirklichkeitserkenntnisweg entscheiden kann und das
nötige Durchhaltevermögen besitzt, um diesen aufwendigen, oft auch sehr
schmerzhaften Weg zu beschreiten, welcher mit erzielten Teil-Erkenntnissen hin
und wieder große emotionale Wunden reißt und emotionale Unsicherheit erzeugt,
also genau das Gegenteil darstellt, was der Mensch von seiner evolutionären
Veranlagung haben möchte, der visiert den Jackpot an, gefüllt mit höchster
Bewusstseins- & Wirklichkeitserkenntnis.
Diesen Hauptpreis zu verdienen und eine klare Sicht auf die Wirklichkeit zu
besitzen, die mit einer enormen Stärkung des Selbstwertgefühls und des Egos
aufwartet, ist es letztendlich doch wert, einen solch steinigen und
beschwerlichen Weg zu beschreiten. Am Ziel angekommen, besitzt man ein unumstößliches,
in sich schlüssiges und logisches Weltbild, welches den danach Strebenden
wieder zurück zu seiner evolutionären Veranlagungen führt, die auf Überleben
und emotionaler Sicherheit ausgelegt ist. Die natürliche Harmonie ist wieder
hergestellt!
Beim Verfassen der letzten Worte über die Wiederherstellung der natürlichen
Harmonie standen mir die Tränen in den Augen, da ich seit Jahren der
schmerzhaften Erfahrungen und den vielen Teilerkenntnissen nun zur innerlichen
Ruhe gekommen bin, frei von jeder Sucht und frei von Selbstzweifel. Nichts fühlt
sich besser an, als diese Erkenntnis!
Sie werden nun fragen, woran man erkennt, wann das Ziel der
Wirklichkeitserkenntnis erreicht wurde? Die Frage ist ganz einfach zu
beantworten: „Wenn sich alle Informationen und Erkenntnisse unseres Daseins
und der menschlichen Natur, vernünftig, logisch und schlüssig in das
erarbeitete Weltbild einfügen und erklären lassen und sich eine tiefe innere
Gelassenheit einstellt, sind Sie am Ziel angelangt.“
10.
Vorgehensweise auf dem Weg zur Wirklichkeitserkenntnis
Wenn Sie einer der wenigen Leute sind, die sich dazu entschlossen haben, den
schwersten aller Wege, den Weg zur Wirklichkeitserkenntnis, zu beschreiten, um
innere Harmonie und Gelassenheit zu erlangen, dann ist es sehr ratsam zu wissen,
WAS Sie überhaupt lesen sollten, denn das Internet ist eine große Müllhalde,
wo jeder sein Zeug loswerden möchte, egal ob es dem Wirklichkeitsverständnis
dienlich ist oder nicht. Weiterhin sollten ein paar einfache Lern-Regeln befolgt
werden, die ich zuerst benennen möchte.
Sie benötigen pro Tag 1-2 Stunden absolute Ruhe, um sich ganz auf den Lehrstoff
und dessen Inhalte konzentrieren und einlassen zu können. Störfaktoren wie Lärm,
Musik oder ein nebenher laufender Fernseher, sowie Kinder, welche
berechtigterweise Aufmerksamkeit einfordern, vermindern stark den Lern- &
Erkenntniseffekt. Die beste Zeit, sich mit der Wissenserarbeitung zu beschäftigen,
liegt in den späteren Abendstunden, also kurz vor der Nachtruhe. Der Alltag ist
gemeistert, dass Abendbrot liefert die notwendige Energie und die Kinder sind im
Bett. Dieser Zustand sorgt für eine gute Konzentration beim Lernen. Und des
weiterem ist bekannt, dass unser Gehirn die Lerninhalte im Schlaf verarbeitet
und abspeichert, was das Lernen, vor dem Zubettgehen, auch neurowissenschaftlich
rechtfertigt.
Eine Kerze zur Entspannung ist nicht verkehrt. Den Alkohol- und Zigarettenkonsum
werden Sie mit zunehmender Erkenntnis und hoffentlich eintretenden Aha-Effekten
von selbst einstellen.
Was die Lesegeschwindigkeit angeht, so ist es NICHT ratsam, leger zu lesen,
sondern unbedingt gründlich vorzugehen, um die Informationen auch zu verstehen.
Schnelles Lesen wirkt sich sehr nachteilig aus, da wichtige Informationen
verloren gehen können, welche für das Verständnis und das Erkennen des
Gesamtzusammenhanges wichtig sind.
Wenn Sie Teilinformationen in Ausarbeitungen nicht ganz
verstanden haben, dann schlagen Sie bei Wikipedia nach und erlesen Sie sich dort
weitere Zusammenhänge, bis keine Zweifel mehr bestehen.
Ein Überspringen oder gar Auslassen einzelner
Wissensbereiche ist absolut kontraproduktiv, denn um ein logisch schlüssiges
Gesamtweltbild zu besitzen, welches mit einem klaren Blick auf die Wirklichkeit
aufwarten kann, muss man "überall" mitreden können!
Zuletzt zu den Dingen, mit denen Sie sich beschäftigen sollten, welche ich
unten stichpunktartig, zur Eigenrecherche aus dem Internet, aufgelistet habe.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, mit mir Kontakt aufzunehmen und durch
Begleichung einer kleinen Unkostenpauschale eine Daten-DVD zu erwerben, welche
nur wirklichkeitsrelevante Informationen, in Form von Ausarbeitungen, Videos und
ganzen Webseiten, enthält.
Für Anregungen, Hinweise, Zustimmung oder Kritik, verwenden Sie bitte das Kontaktformular.
Nun wünsche ich Ihnen die höchstmöglichen Erkenntnisse und maximale
Bewusstseinserweiterung!
11.
Auflistung wirklichkeitsrelevanter Daten
Entstehungsgeschichte und Aufbau des Universum.
Gesetzmäßigkeiten im Universum.
Milchstraßen-Galaxie mit unserem Sonnensystem.
Entstehung der Erde und dessen Entwicklungsgeschichte.
Zeitbestimmungsmethoden.
Entstehung der Elemente.
Naturgesetze, physikalische Gesetze, Thermodynamik.
Elektromagnetismus, Energieerzeugung und Umwandlung.
Kernkraft, Schwerkraft, Gravitation.
Licht, Farbenlehre, Qualia.
Technik, Mechanik, optische Täuschung.
Relativitätstheorie und Quantentheorie.
Chemie, Biologie, Genom, Gentechnik.
Körperfunktionen und Organismus des Menschen.
Stammesgeschichte der Arten.
Stammesgeschichte des Menschen.
Evolutionstheorie, Schöpfung, Intelligent Design.
Theismus, Religion, Seele, Mittelalter, Bibel, Katholizismus, Evangelien,
Judentum, Mesopotamien, Keilschrift, Ägyptologie, ägyptisches Totenbuch,
Gilgamesch Epos, Koran, Buddhismus, Hinduismus, Erleuchtung, Reinkarnation.
Esoterik, Placeboeffekt, Mystik, Übersinnlichkeit, Geister, Elfen, Feen, Hexen,
Voodoo, Ufos, Kornkreise, Wünschelrute, Uri Geller, Auf ein Wort - von Rudi
Berner, James Randi.
Neuro- & Kognitionswissenschaften, Geist, Bewusstsein, Ego, Illusion.
Psychologie, Neuropsychologie, Verhaltenspsychologie, Phobien, Persönlichkeitsstörungen,
Psychiatrie, Gewaltverbrechen.
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Wirtschaft, Kapital, Bankensystem, Wertanlagen, FIAT-Money.
Computertechnik, Software, Webseitenprogrammierung.
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