Funktionsweise Gehirn & Bewusstsein


01. Gehirnstruktur

02. Kurzzeit & Arbeitsgedächtnis

03. Langzeitgedächtnis

04. Bewusstseinsbildung & Handlungssteuerung

05. Bewusstsein ist irdischen Ursprungs

06. Der freie Wille ist nur eine Illusion

07. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

08. Zusammenfassung Weltanschauung

09. Die drei Lebenswege

10. Vorgehensweise auf dem Weg zur Wirklichkeitserkenntnis

11. Auflistung wirklichkeitsrelevanter Daten


01. Gehirnstruktur

Der Mensch besitzt drei grundverschiedene Gehirne (Struktur & Organisation), die eng miteinander verschalten sind.


Man unterschiedet zwischen:

Reptiliengehirn = Hirnstamm
Funktion: Reflex- & Instinktverhalten, gefühllos, roboterhaft, reptilienartig, dienlich dem eigenen Überleben und der Arterhaltung.
Prägung: Genetische Vererbung.
Entstehung: Archaisch, vor 500 Millionen Jahren entstanden.
Bewusstseinszugang: keiner

Altsäugergehirn = Limbisches System (Limbus mit Hirnstamm & Kleinhirn)

Funktion: Emotionaler Erfahrungsspeicher (Sitz der Emotionen), Kontrolle und Koordination motorischer Aktivitäten. Gleicht Informationen von außen mit gespeicherten (emotionalen) Informationen ab.
Prägung: Genetisch vorprogrammiert + subjektive Prägung durch die Umwelt.
Entstehung: Mit der Entwicklung der Säuger entstanden.
Bewusstseinszugang: keiner

Neusäugergehirn = Neokortex (Großhirn mit Motorkortex, Assoziationskortex, präfrontalem & orbitofrontalem Kortex)
Funktion: Lernen, Bewusstheit, Verstand, Vernunft, Zeitbewusstsein, Sinneseindrücke, (willkürliche) Bewegungssteuerung, bewusstes Handeln, Analysierung, Planung, bewusste Verhaltenssteuerung, Sitz des Ich-Bewusstseins.
Prägung: Durch Lernen, Beobachten, Erkennen, Elternhaus, Umfeld.
(Lernen belohnt das Gehirn mit Dopamin)
Entstehung: Stammesgeschichtlich jüngster Teil der Großhirnrinde. Nur bei Säugern vorhanden.
Bewusstseinszugang: direkt


02. Kurzzeit & Arbeitsgedächtnis (direkter Bewusstseinszugang)

Es ist zuständig für die vorübergehende Speicherung und Speicher-Veränderungen und wird zum Beispiel benötigt, um einen Satz inhaltlich zu verstehen (sodass man sich noch an den Anfang des Satzes erinnern kann, wenn man am Ende angelangt ist). Es hat eine geringe Kapazität. George A. Miller stellte fest, dass ein Mensch gleichzeitig nur 7±2 Informationseinheiten im Kurzzeitgedächtnis präsent halten kann. Die Größe des Kurzzeitgedächtnisses ist genetisch determiniert und kann auch durch "Training" nicht gesteigert werden.

Auch im Zusammenhang mit der Lösung komplexer Aufgaben ist das Arbeitsgedächtnis notwendig. Das Arbeitsgedächtnis wird genutzt, um die uns gegenwärtig umgebende Umwelt zu verstehen und von ihr eine mentale Repräsentation herzustellen. Es wirkt unterstützend beim Problemlösen und beim Erwerb neuen Wissens. Es hilft bei der Formulierung und Abwägung aktueller Ziele.

Die Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses ist ein Maß für die Intelligenz. Diese Leistungsfähigkeit entspricht der Kurzspeicherkapazität, die ermittelt wird als Produkt aus Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit und Gedächtnisspanne.

Bei Letzteren, spricht man einer Person eine Reihe von einsilbigen Wörtern vor, also etwa „Pferd“, „Hund“, „Kuh“, „Schaf“ usw., jedes Wort nur einmal und das nächste im Abstand von einer Sekunde, und fordert die Versuchsperson dann auf, die Wörter zu wiederholen, dann stellt sich heraus, dass sich ein Erwachsener im Durchschnitt sieben (7±2) Wörter merken kann. Der Zusammenhang zwischen Gedächtnisspanne, Intelligenz und Kurzspeicherkapazität oder Leistungsvermögen des Arbeitsgedächtnisses scheint regelmäßig zu bestehen.

Je größer die Gedächtnisspanne oder das unmittelbare Behalten ist, desto kompliziertere Denkvorgänge werden möglich.
Hochbegabte Kinder haben schon bei Eintritt ins Schulalter eine Gedächtnisspanne von fünf.


03. Langzeitgedächtnis

Informationen können im Langzeitgedächtnis von Minuten bis zu Jahren gespeichert werden oder sogar ein Leben lang. Vergessen ist kein Kapazitätsproblem, sondern ein Schutz vor zu viel Wissen. Das Langzeitgedächtnis ist unterteilt in:

Deklaratives (explizites) Gedächtnis = Wissensgedächtnis

Nicht-deklaratives, prozedurales
(implizites) Gedächtnis = Verhaltensgedächtnis

Deklaratives (explizites) Gedächtnis = Wissensgedächtnis (direkter Bewusstseinszugang)

Das deklarative Gedächtnis befindet sich im Neokortex. Inhalte lassen sich sprachlich und bewusst wiedergeben. Es wird unterschieden in semantisches & episodisches Gedächtnis.

Das semantische Gedächtnis (Sitz speziell im Temporallappen) enthält das Weltwissen, von der Person unabhängige, allgemeine Fakten („Paris ist die Hauptstadt von Frankreich“, „Man hat eine Mutter und einen Vater“) und Faktenwissen (z.B. Pflanzennamen, mathematische Formeln).

Im episodischen Gedächtnis (Sitz im Frontal- und Temporalcortex) finden sich Episoden, Ereignisse und Tatsachen aus dem eigenen Leben (Erinnerung an Erlebnisse bei einem Besuch, das Gesicht und der Name der eigenen Eltern).

Tiefergehende Erklärung: Der Hippocampus (Bestandteil des limbischen Systems) ist für das Lernen und Abspeichern im Neokortex stark verantwortlich. Wird er (HC) chirurgisch entfernt, kann sich der Patient nichts Neues mehr merken. Die vor der Operation erworbene Gedächtnisinhalte bleiben jedoch unbeeinträchtigt. Der Hippocampus unterhält starke wechselseitige Verbindungen mit dem entorhinalen Cortex (im angrenzenden Gyrus parahippocampalis), der wiederum Afferenzen (Afferenz von lat. affere, „hintragen, zuführen“) aus dem ganzen Neocortex erhält, aus den Assoziationscortizes, aus dem präfrontalen Cortex, aus dem Temporalcortex und auch aus dem Gyrus cinguli. So erreichen den Hippocampus modulierte Informationen von allen Sinnesmodalitäten. Vom Hippocampus ausgehend bestehen auch wieder Verbindungen zu den genannten Cortexgebieten. Auch der Papez-Kreis spielt eine Rolle, wobei hier Verbindungen bogenförmig durch den Fornix in die Corpora mamillaria verlaufen, von dort in die vorderen Kerne des Thalamus, und von dort in den Gyrus cinguli und den Gyrus parahippocampalis, womit sich der Kreis schließt.

Nicht-deklaratives, prozedurales (implizites) Gedächtnis = Verhaltensgedächtnis (kein Bewusstseinszugang)

Das Verhaltensgedächtnis befindet sich außerhalb des Neokortex. Deren Inhalte sind deshalb nicht bewusst zugänglich und somit bleibt eine sprachliche Auseinandersetzung verwehrt. Das hierzu zählende prozedurale Gedächtnis (Sitz größtenteils im Kleinhirn und dem Basalganglien) speichert Handlungsabläufe, Fertigkeiten und Verhaltensroutinen. Diese Prozeduren sind automatisiert, d.h. sie können ohne wesentliche Aufmerksamkeit durchgeführt werden (z.B. Gehen, Radfahren, Tanzen, Autofahren, Klavierspielen). Man spricht auch vom Gewohnheitsgedächtnis, da in diesem gewohnte oder mechanische Handlungsweisen sowie die eigene Persönlichkeit abgespeichert sind.

Tiefergehende Erklärung: Am Lernen von Fertigkeiten sind beim Menschen zwar auch Cortexareale beteiligt, die motorischen Gebiete und präfrontale Gebiete, hauptsächlich ist das prozedurale Lernen aber im Kleinhirn und in den Basalganglien lokalisiert.

Für die Speicherung emotional angefärbter Gedächtnisinhalte, auch bei der Konditionierung von Angstreaktionen, spielt die Amygdala eine herausragende Rolle.

Für Formen des Lernens wie klassische Konditionierung, die auch bei primitiveren Tieren vorhanden sind, sind dementsprechend auch evolutionär ältere Gehirnbereiche verantwortlich. Generell liegt der Ort des Lernens dort, wo die beiden miteinander zu verknüpfenden Reize konvergieren. Insbesondere das Kleinhirn spielt dabei eine Rolle.


04. Bewusstseinsbildung & Handlungssteuerung

Das limbische System verwaltet unser bewusst unzugängliches emotionales Erfahrungsgedächtnis, welches ein Leben lang individuell geprägt wurde. Es ist verbunden mit dem orbitofrontalem und präfrontalem Cortex, der Sitz unseres Verstandes und sogleich Ursprung von Logik und Vernunft.

Der Verstand ist eine Gehirnaktivität, die Vernunft ist keine. Vernunft ist eine Handlungsweise, welche das Vorhandensein von Verstand voraussetzt. Je besser das Verständnis ausgeprägt ist, welches Wissen durch Bildung und Erfahrungen voraussetzt, desto vernünftiger können bewusste und gewollte Handlungsweisen ausgeführt werden.

Niemand kann vernünftig sein, wenn er nicht ganz genau weiß, was getan oder unterlassen werden soll, wann etwas getan oder unterlassen werden soll, und warum etwas getan oder unterlassen werden soll.

Mit anderen Worten, zuerst kommt der Verstand und danach erst kommt die Vernunft, weil erst nachdem man etwas verstanden hat, Vernunft oder Unvernunft zur Anwendung kommen kann. Verstand ist etwas Angeborenes, Vernunft hingegen nicht. Eine Verwandtschaft zwischen Verstand und Vernunft besteht daher nicht. 

Die Voraussetzung um überhaupt vernünftig handeln zu können, ist der persönliche Besitz von Wissen. Wo Wissen fehlt, bekundet sich nicht Unvernunft, sondern einfach nur Blindheit. Einen Blinden beschuldigen zu wollen, dass er nichts sieht, ist unhöflich.

Der Verstand hat ebenso wie das Wissen ausschließlich nur eine beratende Funktion, während die Vernunft, ebenso wie die Unvernunft, ausschließlich und unmittelbar nur auf dem Gebiet von Handlung & Unterlassung wirksam werden kann.

Wenn der Verstand etwas bewertet, dann fließen die Informationen zeitgleich durch das limbische System und das emotionale Erfahrungsgedächtnis und werden mit den dort gespeicherten Informationen abgeglichen. Dieses System entscheidet nun selbstständig und uns vollkommen unbewusst, ob wir etwas wiederholen sollten, da es Lust, Freude oder einen Vorteil verspricht oder wir etwas besser unterlassen sollten, weil es Schmerz, Leiden oder Schaden vorhersagt.

Die veränderten Informationen, unbewusst durch das emotionale Erfahrungsgedächtnis abgeglichen, fließen wieder zurück in den Verstand und werden als eigener Wille wahr genommen. Die aus dem Unterbewusstsein gefühlsmäßig veränderten Informationen bestimmen nun die bewussten Gedanken und Handlungen. 

Da dieser Abgleich automatisiert und unbewusst funktioniert, bemerken wir nicht, wie unsere bewussten Gedanken ins Unbewusste geleitet, abgeglichen, verändert und ins Bewusstsein zurückgeleitet werden. Stattdessen fühlen wir, als wenn unser „ICH“ diese Gedanken hervorgebracht hätte, welche anschließend unsere Handlungen bestimmen. 

Letztendlich entscheiden daher die individuell geprägten Gefühlesveranlagungen (geprägt durch das Umfeld, Elternhaus, Freunde, epochaler Wissensstand, Zeitgeist), was wir denken, wie wir handeln und welches Verhalten wir zeigen. Der freie Wille ist somit nur eine Illusion! 

Wir unterliegen nicht nur der Illusion des freien Willens, denn unser tägliches Leben wird größtenteils durch einen persönlichen „Autopiloten“ gesteuert. Die dafür notwendige Programmierung befindet sich im emotionalen Erfahrungsspeicher. Somit ist es uns möglich, Dinge zu tätigen, wie bspw. Zähne zu putzen, auf’s zu Klo gehen, Auto zu fahren, Klavier zu spielen, mit 10 Fingern auf der Tastatur zu schreiben, ohne uns darüber bewusst Gedanken zu machen. All dies läuft unbewusst und automatisiert ab, gesteuert durch unser Unterbewusstsein.

Dieses Unterbewusstsein ist es, was die Fäden für unsere Handlungen fest in der Hand hält. Es entscheidet selbstständig, schon bevor uns ein Gedanke bewusst wird! Neurowissenschaftlich erforscht und bekannt ist, dass unser Bewusstsein und der Verstand dem Unterbewusstsein hinterher hinken, denn die Gedanken werden uns erst 3/100stel Sekunden später bewusst, welche vorher unterbewusst entschieden wurden! 

Mit diesen Erkenntnissen können wir uns nun fragen: „Wer sind wir?“

Kurz gesagt, sind wir all das, was sich in unserem jeweiligen Unterbewusstsein im Laufe des Lebens gefühlsmäßig manifestiert hat und welche bewusst zugänglichen Informationen sich in unserem Wissensgedächtnis befinden. Unser unbewusster „Autopilot“ und unser bewusster „Verstand“ kann nur das abrufen, was abgespeichert wurde. Was sich außerhalb dieses Speichergedächtnisses befindet, existiert für uns nicht.
Ein sehr wichtiger Punkt dabei ist, dass Umfeld, Elternhaus, Freunde, epochaler Wissensstand & Zeitgeist unseren genetisch vorprogrammierten Bewusstseinsspeicher im Laufe des Lebens sehr individuell prägen. Jeder Mensch besitzt deswegen ein einzigartiges Gesamtbewusstsein, was als „Persönlichkeit“, „Ego“ und als das „Ich“ bezeichnet wird. 

Da unser Verhalten und unsere Handlungen einer unbewussten Steuerung unterliegen, sucht unser nachgeschalteter Verstand nach Pseudo-Erklärungen bzw. nach Rechtfertigungen, und zwar in der Regel solche, die dem Selbstwertgefühl und den Erwartungen der sozialen Umgebung am ehesten entsprechen. Die dabei unvermeidlich auftretenden Diskrepanzen zwischen Tun und verbaler Erklärung werden durch ständige Abänderungen der verbalen Erklärungen zumindest vorübergehend behoben, bis die offensichtlichen Widersprüchlichkeiten ins Blickfeld der Mitbürger gelangen und kritisch beäugt und hinterfragt werden. Um sein Selbstwertgefühl nicht zu verletzen, laufen unbewusste Prozesse ab, die sich in der evolutionären Entwicklung bewährt haben. Das Gefühl „Angst“ spielt hierbei eine große Rolle.

„Angst“ lähmt zuerst das Verstand- & Vernunftzentrum im Neokortex. Das limbische System (Emotionszentrum) übernimmt dann die unbewusste Handlungssteuerung. Wir laufen ab nun auf „Autopilot“. Wenn durch noch mehr Angst auch dieses Steuerzentrum gelähmt wird und ausfällt, dann übernimmt zum Schluss der älteste Teil unseres Gehirnes, der Hirnstamm, die alleinige Handlungssteuerung. In diesem Zustand können wir nur noch zum Kampf übergehen oder flüchten. Wenn beides nicht möglich ist, verfallen wir in einen Schock- oder Starrezustand. All dies unterliegt unbewussten Steuerungsmechanismen. Ob Kampf oder Wegrennen, dies entscheidet die jeweilige genetische Prägung des Menschen, wobei ängstliche Typen eher die Flucht ergreifen und selbstbewusste bzw. aggressive Menschen zum Angriff übergehen. 

Diese automatische Abschaltung der einzelnen Gehirne hat weitreichende Folgen. Laut jüngsten Erkenntnissen der Gehirnforschung leben 80% aller Menschen in einer Fantasiewelt, die auch als „unrealistischer Optimismus“ bezeichnet wird. In der Praxis bedeutet dies, der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) wird einfach heruntergefahren, wenn Meldungen herein flattern, die sich nicht mit ihrer Wohlfühlwelt vereinbaren lassen.

Wenn sich Menschen einer Problemlösung oder Klärung verweigern, unterliegt die Handlungsteuerung längst dem unbewussten emotionalen Erfahrungsgedächtnis. In diesem Zustand befindet sich der Neokortex, mit all seinen darin befindlichen handlungsleitenden Funktionen (bewusster Verstand, Vernunft, Logik & Rationalität), in einer Lähmung und ist somit handlungsunfähig.
Da das emotionale Erfahrungsgedächtnis (Gefühlsspeicher) über Jahrmillionen gelernt hat, sich schlechten Gefühlen (existenzbedrohend) zu verweigern, wird die so geprägte Information auch dementsprechend in das Bewusstsein eingebracht und ist handlungs- & verhaltensbestimmend.

Emotional stark veranlagte Menschen reagieren auf Kritik zuerst mit haltlosen, unrationalen und unvernünftigen Rechtfertigungen und Unterstellungen. Und wenn sie schließlich das Gefühl haben, sich damit unglaubwürdig zu machen, gehen sie letztendlich zur radikalen Gesprächsverweigerung über, nur um dem schlechten Gefühl keinen Raum zu gewähren, was programmgemäß durch die evolutionäre Prägung festgelegt wurde. Dabei entsteht ein Teufelskreis, aus dem ein, so gefühlsgesteuerter „Zombie“, selbst nicht heraustreten kann. Er müsste sich bewusst schlechten Gefühlen aussetzen, was aber nicht funktioniert, da sein bewusster Verstand durch das unbewusste emotionale Erfahrungsgedächtnis gesteuert wird und letzteres sich, aus existenziellen Gründen und evolutionärer Vorprogrammierung, negativen Gefühlszuständen stets verweigert. Sich unbewusst einer Klärung zu verweigern ist somit der gängigste Verhaltensweg, sich einer Verletzung der Gefühlswelt zu entziehen.

Spricht man die Menschen daraufhin an, warum sie sich verweigern, wird auch diese Antwort verweigert. Oder jene versuchen, mit unsachlichen, fadenscheinigen Begründungen bzw. willkürlichen Vorwürfen eine Erklärung abzugeben, auf dessen Hinterfragung sie wiederum mit Verweigerung reagieren. Diese unvernünftige Verhaltensweise ist für einen rational denkenden Außenstehenden meistens sehr unverständlich, da es schon sehr viel Wissen und Kenntnis bedarf und welche persönlichen Prägungen und neuronalen Abläufe letztendlich zu einem solch widersprüchlichen Verhalten führen.

Fakt ist deshalb, eine Klärung zwischen ursprünglich gesteuerten emotionalen „Zombies“ und neuzeitlich eher vernunft-rational gesteuerten Menschen, durch eine sachliche und vernünftige Argumentation, ist von einer sagenhaften Aussichtslosigkeit geprägt, wie man sie sich kaum vorzustellen vermag! 
Aus diesem Grund ist es auch äußerst unwahrscheinlich, dass eine dermaßen religiös geprägte Welt, mit ihren unzähligen Glaubenslehren, unterschiedlichen Ansichten und den daraus resultierenden Problemen, jemals zu einer Lösung kommen wird, aber sich die Menschen mit ihrer archaischen Emotionssteuerung, wie seit Jahrtausenden, weiterhin die Schädel einschlagen, anstatt ihren stammesgeschichtlich jüngsten Teil des Gehirns, den Neokortex mit seiner Vernunftveranlagung, zu benutzen!

Und jene Menschen, welche sich von ihrer religiösen Befangenheit befreien konnten, sind größtenteils dem Materialismus verfallen und aktivieren dadurch ihr Belohnungszentrum, um sich ein gutes Gefühl zu erkaufen, was ihnen durch die Religionsverweigerung abhanden gekommen ist. Leidtragend ist die Natur samt ihren Mitgeschöpfen, wozu auch der Mensch zählt. Es spielt daher keine Rolle, ob sich die Menschen ihr gutes Gefühl (Aktivierung des Belohnungszentrums im Gehirn) durch die Ausübung einer menschentrennenden Religion oder durch naturzerstörenden Materialismus erzeugen.


05. Bewusstsein ist irdischen Ursprungs

Wir leben in einer größtenteils deterministischen Welt, wo Ursache und Wirkung im Kausalzusammenhang stehen. Die Kausalität ist jedoch unscharf bzw. schwammig, da in der Quantenmechanik bekannte Zustände wie Superposition und Unschärferelation zu finden sind, dessen Auswirkung auch bis in die Makrowelt hinein reicht. Wenn in der Welt der kleinsten Teilchen (Quanten) der echte Zufall eine Daseinsberechtigung besitzt, dann wirkt dieser auch in und bei jeder Ursache mit. Ein strenges deterministisches Weltbild ist somit nicht haltbar. Vielmehr muss man davon ausgehen, dass der Zufall anteilig zur Ursache wird und die darauf folgenden Wirkungen kausal aufbauen. 

Ein göttlicher Plan oder gar Programm kann damit ausgeschlossen werden. Die Zukunft ist nur von der Wahrscheinlichkeit vorherbestimmt, aber nicht in jedem Detail. Und kleine Veränderungen, auch durch den echten Zufall auf Quantenebene, können große Auswirkungen in der Zukunft besitzen. Auch unsere Hirnfunktionen, welche unser Bewusstsein hervorbringen, unterliegen diesen beschriebenen Begebenheiten und bekannten Gesetzmäßigkeiten. 

Unser Gehirn arbeitet mit einem Bewusstseinsbrennpunkt, der durch die Verknüpfung von Verstand und Konzentrationsfähigkeit entsteht. Alle Informationen gelangen über diesen Bewusstseinsbrennpunkt in unser Kurzzeit- bzw. Arbeitsgedächtnis, werden dort weiterverarbeitet und enden entweder im Langzeitgedächtnis oder werden wieder vergessen. 

Der Unterbewusstseinsspeicher enthält alle emotionalen Erfahrungen und Gefühle wie Angst, Lust, Freude, Leid, Hass, Zorn usw., welche uns nicht bewusst zugänglich sind. Die Emotionsveranlagung wird größtenteils von den vorherigen Generationen weitervererbt. Unser Verhalten ist somit eine Mischung aus vorbestimmter genetischer Veranlagung, emotionaler Prägung und der Programmierung unseres bewusst zugänglichen Wissensgedächtnisses.

Unser Verstand arbeitet nur im Wachbewusstsein, wenn neue Dinge, welche das Gehirn noch nicht kennt, ausgewertet werden müssen. Deswegen besitzen wir die Fähigkeit, uns zu konzentrieren, um uns bewusst in eine Sache hineindenken zu können. In diesem Zustand werden alle eingehenden Informationen nicht nur durch das Wissensgedächtnis geleitet, sondern auch durch den Unterbewusstseinsspeicher (emotionales Erfahrungsgedächtnis) geschleust und unbewusst mit vorhandenen Informationen abgeglichen. Wenn wir uns dann bewusst entschieden haben, glauben wir, dies durch einen freien Willen getätigt zu haben, was stattdessen nur eine Illusion darstellt, denn 3/100stel Sekunden, bevor ein Gedanke uns bewusst wird, hat unser Unterbewusstsein schon entschieden und die Handlungen eingeleitet. Der freie Wille ist daher nur eine Illusion! 

Der größte Teil unserer Entscheidungen wird deshalb unterbewusst getroffen, da sich dies für das Überleben des Individuums bewährt hat und einen Evolutionsvorteil darstellt. Schmerzen werden somit programmgemäß und unbewusst vermieden. Ein gutes belohnendes Gefühl hingegen, welches im Gehirn durch Lust und Freude entsteht (Ausschüttung des Glückshormons Dopamin), wird durch unsere unbewusste Emotionssteuerung permanent angestrebt.

Weil negative Emotionen das Überleben sichern, fressen sich Angst, Schmerz und negative Erfahrungen 10 mal stärker in das Unterbewusstsein ein, als positive Erfahrungen. Ein Mangel am Besitz dieser überlebenswichtigen negativen Emotionen führt zu risikoreichen und draufgängerischem Verhalten, was nicht selten zu einer Eliminierung des Individuums samt seiner Veranlagung führt. Angst und Schmerz sind somit ein wichtiges evolutionäres Werkzeug, was uns bis heute einen Überlebensvorteil einbrachte. Fehlende oder geringfügiger ausgeprägte Emotionen, wie bspw. die Angst, können jedoch durch genug Verstand, Vernunft, Wissen, Logik und Erfahrungen ausgeglichen werden. Die sonst unterbewusst gesteuerte emotionale Verhaltenssteuerung wird somit durch bewusste neokortikale Steuerung ersetzt, welche keineswegs eine schlechtere Überlebenschance eröffnet, als die bisher über Millionen Jahre angelegte und praktizierte Emotionssteuerung. 

Was sich bewährt, wird genetisch ebenso weitervererbt, wie auch schlechte Eigenschaften. Den Überlebensvorteil erhält jedoch das Individuum, welches vorsichtiger und schmerzvermeidender lebt, da es sich weniger in Gefahrensituationen begibt, egal ob es dies, wie bisher, unbewusst emotionsgesteuert oder neuzeitlich bewusst und vernunftgesteuert tut. Welches der beiden verschieden gesteuerten Individuen am Ende überlebt, bleibt vorerst offen.

Mit dieser evolutionären unterbewussten Emotionssteuerung kann man nun auch erklären, warum Menschen ihre Körperreaktionen und Verhaltensweisen nicht bewusst steuern können. Natürliche Angst, Phobien, Suchtbefriedigung, Liebe, Hass, Zorn, Glücksgefühle und Depressionen, all das kann der Mensch deshalb nicht bewusst steuern, da unser Emotionsgedächtnis, inkl. Verwaltung und Steuerung, keinen bewussten Zugang besitzt. 

Traumatische Erlebnisse erzeugen starke Emotionen, welche sich sehr stark im emotionalen Erfahrungsgedächtnis manifestieren und fortan handlungsbestimmend mitwirken. Diese leiten und prägen dann das Verhalten des traumatisierten Individuums, welches sich nicht bewusst gegen diese Fernsteuerung zur Wehr setzen kann. Ein solcher Mensch leidet nun unter den Auswirkungen, welche ihm zwar bewusst werden, auch wenn er dies vom Verstand her nicht möchte. Er findet sich in der großen Menge emotionsgesteuerter Zombies wieder, in der sich Liebende, Materialisten, Religionsdogmatiker, Homosexuelle, Drogen- & Geldsüchtige und auch Menschen mit „perverser“ Veranlagung tummeln.

Keiner von diesen Menschen kann sich bewusst gegen diese unterbewusste emotionale Steuerung wehren. Und somit tragen sie auch keine Schuld für ihre jeweilige Veranlagung! Die Schuld findet man in der individuellen Prägung durch das Umfeld und in der genetisch vererbten Veranlagung. Auch Großeltern können somit eine Teilschuld tragen, wenn das Enkel zum Massenmörder oder zum Homosexuellen mutiert.

Vergewaltigten Frauen und misshandelten Kindern pflanzte man mit dieser Tat gewaltsam Dinge in das Unterbewusstsein, worunter sie ein Leben lang leiden. Diese gespeicherten Negativraster sind deshalb so gewichtig und handlungsbestimmend, weil sich, wie schon erwähnt, Negativereignisse viel stärker ins UB einfressen, da diese bisher einen evolutionären Überlebensvorteil brachten. Das Gehirn hat letztendlich über Jahrmillionen gelernt, was den Körper und dessen Leben bedroht, hat 1. Priorität und findet sofort einen festen Platz im bewusst unzugänglichen, emotionalen Erfahrungsgedächtnis. Damit müssen sich leider sehr viele Menschen herumärgern, welche mit Negativereignissen konfrontiert wurden, welche nun handlungsbestimmend aus dem Unterbewusstsein zu Gefühls- und Verhaltensproblemen führen, ohne bewusst kaum etwas dagegen ausrichten zu können.

Aus diesem Grund ist es auch fast unmöglich, Menschen mit traumatischen Erlebnissen, Panikattacken oder Phobien im Handumdrehen zu heilen. Dies funktioniert nur, indem sich Psychologen einen Zugang zum Unterbewusstseinsspeicher verschaffen, wobei sich die Hypnose als ein sehr nützliches Werkzeug erwiesen hat, da man so praktizierend sämtliche „Bewusstseinsfilter“ ausschaltet und der Hypnotiseur einen direkten Zugang ins UB erhält, um die schädlichen Erinnerungen bewusst umzuprogrammieren und zu überschreiben.

Eine weitere Möglichkeit wäre, die negativ wirkenden Gefühlsraster mit starken positiven Gefühlen zu überschreiben und damit unschädlich zu machen. Hinsichtlich der viel stärkeren und schnelleren Manifestierung negativer Gefühle, ist es leider sehr schwer, die alten schädlichen handlungsbestimmenden Gefühlsraster mit vielen kleinen positiven Gefühlen zu überschreiben, bis diese wieder die Oberhand im Bewusstsein und im Verstand erlangen.
Erst wenn das Unterbewusstsein des Patienten keine negativen Impulse mehr erzeugt, verschwinden auch die lästigen Zwangshandlungen, Panikattacken und Phobien.

Kennen Sie das? Sie halten Ihr Kind unzählige Male von der heißen Herdplatte fern und erklären ihm, dass es sich sehr weh tun wird, wenn es diese anfasst. Doch all diese lieb gemeinten Bemühungen fruchten nicht und das Kind wird, durch eine Sekunde der mütterlichen Unachtsamkeit, einen Weinanfall bekommen, weil die verbrannten Finger vor Schmerz sooo unheimlich weh tun.
 
Nun ist der Schmerz ein sehr starkes Gefühl, welches sofort im limbischen System abgespeichert wird. Da die Ursachen des Schmerzes den Organismus schädigen können, vermeidet das Individuum in Zukunft einen Kontakt mit einer heißen Herdplatte. Und weil das limbische System nur Gefühlsinformationen abspeichern kann und dieses System für das Verhalten des Kindes verantwortlich ist, kann das Kind mit bewussten Argumenten, seien sie noch so verständlich und vernünftig, nichts anfangen. Erst die Gefühlsprägung durch den Schmerz oder die Liebkosung, wenn z. B. etwas richtig gemacht wurde, erzeugen die Verinnerlichung einer aufgestellten Regel.

Leider müssen auch die meisten erwachsenen Menschen, durch die Erzeugung von Schmerzen und negativen Gefühlen, zur Einhaltung der aufgestellten gesellschaftlichen Regeln erzogen werden. Die dafür vorgesehenen Mittel sind uns allen bekannt. Für jedes Fehlverhalten wird das Individuum mit etwas bestraft, was in uns ein schlechtes Gefühl erzeugt, welches im handlungsbestimmenden limbischen System eine Spur hinterlässt, um so unser „Fehl“-Verhalten zu ändern. Bestraft wird man bspw. mit einer deftigen Geldstrafe, Führerscheinentzug, Degradierung, Bloßstellung, Ansehensverlust, Lästerung, Schlechtmacherei, Prügel, Verbote oder Kontakt-Verweigerung. Und warum dies alles? Weil die meisten Menschen, wie auch die Kleinkinder, auf bewusste Argumente, welche im Neokortex verarbeitet werden und welche eine ferngesteuerte Marionette des unterbewussten limbischen Systems ist, nicht reagieren können. Es bewahrheitet sich daher immer wieder: Wer nicht hören will, muss fühlen!


06. Der freie Wille ist nur eine Illusion

Definition freier Wille: „Freier Wille ist dann gegeben, wenn wir frei von äußeren und inneren Zwängen sind.“

Der Verstand mit seiner Vernunftveranlagung begreift zwar, dass er unterbewusst, durch die individuelle Gefühlsveranlagung, gesteuert und manipuliert wird, aber erst in dem Augenblick, wenn er die unterbewusst entschiedenen, vorgegebenen Handlungen stoppen kann und sich bspw. bewusst für den Schmerz entscheidet, wenn z. B. auf lange Sicht eine Belohnung wartet, beginnt ein freier Wille zu wirken, da man sich bewusst und mit seinem Verstand gegen die evolutionär festgelegte unbewusste Handlungssteuerung entscheidet. Man überwindet somit die innerlich vorbestimmten Zwänge.

Ebenso verhält es sich, wenn gesellschaftliche Normen, Gesetze und Moralvorstellungen das Individuum dazu knechten und zwingen, sein Handeln dementsprechend anzupassen, jener Mensch sich aber bewusst gegen diese Zwangsvorschriften entscheidet und in Kauf nimmt, dass er für sein eigenständiges Handeln und Verhalten mit großen Problemen, wie Bestrafung, Schmerzen, Leid und Verachtung zu rechnen hat.

Mitläufer, Jasager und stark angepasste Individuen besitzen deshalb keinen freien Willen, denn die Angst bestimmt deren Verhalten. Und wie man weiß, wohnt die Emotion Angst im unbewusst zugänglichem, emotionalem Erfahrungsgedächtnis, welche die Handlungssteuerung im Neokortex (Sitz von Verstand und Vernunft) kontrolliert und diesen, bei Gefahr für das Gefühlszentrum, lahm legt. Ängstliche Menschen haben somit kaum eine Chance, nur im Ansatz einen freien Willen zu entwickeln, wo hingegen recht angstfreie Menschen schon eher in der Lage sind, einen von Zwängen befreiten Willen zu entwickeln, weil sie Schmerz und körperlichen Schaden einkalkulieren können. Doch diese müssen aufpassen, durch ihr höheres Selbstzerstörungspotential der natürlichen Selektion zu unterliegen und am Ende, trotz erheblicher Willensstärke, als Verlierer da zu stehen.

Aussteiger, denen es egal ist, was die Gesellschaft über sie sagt und welche wenig Existenzängste besitzen, haben oft auch einen starken Willen und sind überdurchschnittlich intelligent und gebildet. Diese bewusst gewählte Lebensart sagt daher sehr viel über den Willenszustand eines Aussteigermenschen. Natürlich gibt es auch Verlierer, die zum Aussteigen gezwungen werden, was m. E. aber nicht die Regel ist. Die Überzeugung, die Haltung und der Wille spielen oft die größere Rolle.

Die meisten Menschen lieben die Illusion, ein „Ich“ zu besitzen. Da Liebe ein Gefühl ist, welches wir nicht bewusst steuern können, ist auch die geliebte Illusion, ein „Ich“ zu besitzen, nicht abänderbar. Wer in der Lage ist, sein unbewusstes emotionales Erfahrungsgedächtnis mit rationalen, vernünftigen und logischen Gefühlsrastern zu prägen, stellt Harmonie zwischen dem bewussten Neokortex und dem unbewusst zugänglichen Gefühlsgedächtnis her. Der bewusste Verstand und die Vernunft werden somit vom unterbewussten Gefühl gestützt und können frei arbeiten, ohne durch unbegründete Ängste gelähmt zu werden. Mit einem so angstfrei arbeitendem Verstand ist man auch in der Lage, die Illusion des eigenen Ichs zu begreifen. Ein solcher Mensch macht sich frei von den evolutionär vorbestimmten Zwängen und religiös geprägten zwanghaften Moralvorstellungen und kann ein bewusstes und selbstbestimmtes Leben führen.


07. Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

Der immense Wissens- & Erkenntnisstand, welcher in den letzten zwei Jahrhunderten anhand der exakten Naturwissenschaften, vor allem aber der Neurobiologie und Neuropsychologie, erarbeitet wurde, entzaubern das bisherige religiös geprägte Wunschbild von uns selbst, in dem wir göttlich geschaffene Wesen sind, welche, unter anderem, eine unsterbliche Seele besitzen und auf ein Leben im Paradies hoffen können. Damit wären zwar die drei Fragen aller Fragen beantwortet, nur leider falsch!

Heute gibt es kaum noch einen Zweifel daran, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen. Auch wenn uns nicht gefallen mag, was wir nun wissen, müssen wir mit diesem klaren Blick auf die nüchterne Wirklichkeit leben. Wer dies nicht vermag, dem steht es auch im 21. Jahrhundert weiterhin frei, sich irgendwelchen wirklichkeitsfremden Phantasien und Illusionen hinzugeben, wie dies unglaubliche 95% der Weltbevölkerung praktizieren.

Wer sind wir? Kurz gesagt, sind wir all das, was sich in unserem jeweiligen Unterbewusstsein im Laufe des Lebens gefühlsmäßig manifestiert hat und welche bewusst zugänglichen Informationen sich in unserem Wissensgedächtnis befinden. Unser unbewusster „Autopilot“ und unser bewusster „Verstand“ kann nur das abrufen, was abgespeichert wurde. Was sich außerhalb dieses Speichergedächtnisses befindet, existiert für uns nicht.
Ein sehr wichtiger Punkt dabei ist, dass Umfeld, Elternhaus, Freunde, epochaler Wissensstand & Zeitgeist unseren genetisch vorprogrammierten Bewusstseinsspeicher im Laufe des Lebens sehr individuell prägen. Jeder Mensch besitzt deswegen ein einzigartiges Gesamtbewusstsein, was als „Persönlichkeit“, „Ego“ und als das „Ich“ bezeichnet wird.

Woher kommen wir? Unsere evolutionäre Abstammung vom Einzeller, über den Fisch, Lurche, Säugetier, Halbaffen, Affen bis zum Homo Sapiens ist vom genetischen Stammbaum her sehr präzise erklärbar. Wie uns die großen Weltreligionen vermitteln und einfach eine Hand voll Lehm nehmen und schwups, ist der Mensch geschaffen, das passt einfach nicht mehr in das heutige Wissenszeitalter.

Wohin gehen wir? Die Erkenntnisse der Neurobiologie und Neuropsychologie lassen keinen anderen Schluss zu, dass unser Bewusstsein ein Meister in der Erschaffung von Illusionen ist. Die hochgepriesene „Seele“, unser verdammtes „Ego“ und unser geliebtes „Ich“ sind nur Illusionen, welches unser Gehirn erschafft, um einen Sinn für unser Leben zu kreieren.
Illusionen sind jedoch nicht real und somit vergänglich. Nichts anderes erklären uns die Neurowissenschaftler, wenn sie uns vermitteln, wie unser Gehirn funktioniert und wann unser Bewusstsein seine Illusions-Funktion einstellt. So besitzen wir Menschen ein zeitlich begrenztes Bewusstsein, was mit dem körperlichen Tod auch die Illusionen-Erzeugung einstellt. Daran geht kein Weg vorbei! Nach dem Zerfall des neuronalen Netzes stirbt die illusorische „Seele“, das „Ego“, unser „Ich“ und unsere „Persönlichkeit“, da alle im Gedächtnis gespeicherten Informationen vernichtet werden!

Wie bequem und angenehm ist es da, wenn man als religiöser Mensch einer Illusion verfallen ist, welche einem, durch den Glauben an eine unsterbliche bewusstseins- und informationsübertragende Seele, die Unsterblichkeit vorgaukelt? Doch zum Trost aller Atheisten hat auch diese geniale religiöse Illusion ihr unvermeidliches Ende!


08. Zusammenfassung Weltanschauung:

01. Evolution ist zu 99% bewiesen, was die Schöpfungsgeschichte negiert.
02. Es läuft kein göttliches Programm ab und wir befinden uns in keiner Matrix.
03. Alles Phantasie: Mystik, Götter, Teufel, Elfen, Reinkarnation, unsterbliches Bewusstsein.
04. Alle Dinge stehen im schwammigen Kausalzusammenhang durch den Zufallseingriff auf Quantenebene.
05. Der Mensch mit seinem Versand, Geist und Bewusstsein ist ein Zufallsprodukt.
06. Es gibt viele subjektive Wahrheiten, aber nur eine Wirklichkeit.
07. Eine höhere Dimension, als unsere vier bekannten, ist bisher nicht bekannt.
08. Die genetischen Erbanlagen und die individuelle Prägung des Menschen sind stark handlungsbestimmend.
09. Prägung und Programmierung des Unterbewusstseins geschieht durch das jeweilige Umfeld.
10. Das Unterbewusstsein entscheidet größtenteils selbst. Bewusstsein und Verstand rechtfertigen im Nachhinein die vorbestimmten Handlungen.
11. Die vier Handlungsebenen. Siehe unten.
12. Evolutionäres Belohnungszentrum im Gehirn erzeugt Sucht, Gier, Macht, Ego.
13. Die meisten Menschen sind gefühlsgesteuerte Zombies mit geringer Variabilität ihrer Handlungsmöglichkeiten.
14. Ständiges Streben nach dem guten Gefühl durch: Religion, Meditation, Musik, Sex, Drogen, Geld, Materialismus, Macht.
15. Durch die unbewusste Emotionssteuerung ist eine Vernunftsteuerung kaum erreichbar.
16. Der freie Wille ist nur eine Illusion, wie auch das Ich und dessen Ego.
17. Das höchste Bewusstsein ist nicht die hochgelobte Erleuchtung, denn damit koppelt sich der Mensch radikal von der Wirklichkeit ab und wird zum Realitätsverweigerer. In diesem Zustand übernehmen die Hormone und das Belohnungszentrum jegliche Handlungssteuerung. Der Oberzombie wurde erschaffen!
18. Die höchste Bewusstseinsebene ist das Erreichen von Vernunft und die daran gebundene Entwicklung eines freien Willens, der die handlungsleitenden Impulse durch die unbewusste Emotionssteuerung kontrollieren kann.
19. Die Zukunft ist nur eine Illusion, welche unser Gehirn aus der Vergangenheit und allem Erlernten konstruiert und im Bewusstseinsbrennpunkt (JETZT) zur illusorischen Erinnerung übergeht.
20. Test „Freier Wille“: Kannst Du Dich für ein starkes schlechtes Gefühl und gegen ein super gutes Gefühl entscheiden, wenn es auf längere Sicht für Dich und Andere vernünftig wäre?

1. Handlungsebene

Sie beschränkt sich auf alle höherentwickelten Säugetiere, deren Handlungen rein durch Gefühle, Emotionen, den Instinkt und ihre Sinne geleitet werden.

2. Handlungsebene
Diese basiert stark auf der tierischen Handlungsebene, nur dass der menschliche Verstand hinzukommt, der es dem Individuum ermöglicht, im Nachhinein über seine gefühlsgesteuerten Handlungen nachzudenken. (Beispiel: Priester, Theologen, religiöse Menschen, Triebtäter)

3. Handlungsebene
Zu den Emotionen und dem Verstand gesellt sich die Rationalität, die Logik und die Erkenntnis. Der größte Teil aller Handlungen unterliegt jedoch weiterhin der Gefühlssteuerung durch das limbische System. (Beispiel: Wissenschaftler, Philosophen, Sektenführer, Geschäftleute)

4. Handlungsebene
Es ist die Ebene der emotionalen Intelligenz und der Vernunft. Sie kombiniert Ebene 2 & 3 miteinander UND kontrolliert bewusst deren Handlungsimpulse. Die Vernunft übernimmt die Regie und koppelt sich somit von der handlungsbestimmenden Gefühlssteuerung ab. Jene Individuen sind in der Lage, ihre Handlungen größtenteils zu kontrollieren und zu dosieren. Sie können in der Zukunft liegende Ereignisse in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit besonders gut einschätzen. Die Emotion Angst ist weniger ausgeprägt.


09. Die drei Lebenswege

Um in dieser Welt einigermaßen klar zu kommen, entscheiden wir uns, im Laufe unseres Lebens, für einen dieser drei Wegesmöglichkeiten:

„Der Religions- & Glaubensweg“
„Der Weg der Suchtbefriedigung“
„Der Weg der Wirklichkeitserkenntnis“


„Der Religions- & Glaubensweg“


Es ist der einfachste und ein über Jahrtausende bewährter Weg, diese komplizierte Welt mit all ihren Facetten zu ertragen und seine Kraft und Hoffnung aus dem Glauben zu ziehen.
Er spendet den Menschen Trost bei Unglück und belohnt sie mit emotionaler Sicherheit.
Jeder Suchende findet in den großen Glaubenslehren eine einfache Erklärung über den Sinn seines Daseins.

Alle Religionen, die Esoterik sowie die Astrologie geben dem Menschen die notwendigsten Antworten, mit denen sie ein zufriedenes Erdenleben führen können.

Der größte Nachteil dieses Weges ist die Zwangsindoktrinierung durch die Eltern, bzw. die aus Unwissenheit gewollte Unterwerfung zur Realitätsverweigerung, welche einen enormen Wirklichkeitsentzug zur Folge hat. Die so erzeugten Verhaltensmuster, im Gesamtbild betrachtet (Glaubenskriege, Dogmatismus, Ablehnung neuer Erkenntnisse, wenn sie dem Glauben widersprechen), schaden uns und unserer Umwelt mehr, als sie dem Einzelindividuum nützen. 

„Der Weg der Suchtbefriedigung“


Wenn der bisherige Religions- & Glaubensweg nicht mehr in Frage kommt, da man die Erkenntnisse der exakten Naturwissenschaften im 21. Jahrhundert, als wirklichkeitstauglicher erachtet, als die Erklärungsversuche des Altertums, dann ist man dazu verdammt, die Leere und emotionale Unsicherheit, welche die Religions- & Glaubensablehnung erzeugt, mit weltlichen Ersatzbefriedigungen auszufüllen.

Hier stehen dem Menschen des 21. Jahrhunderts jede Menge Mittel zur Verfügung, welche die große Masse auch bereitwillig in Anspruch nimmt. Dies wären: Materialismus, Geldgier, Machthunger, Sexsucht, Spielsucht, Spaßgesellschaft, Leck-mich-am-Arsch-Gefühl und Drogen jeglicher Art wie: Medikamentenmissbrauch, Zigaretten, Kaffee, Alkohol, Völlerei, pflanzliche und synthetische Drogen. 

All diese Dinge bedienen die „emotionale Sicherheit“ und aktivieren unser Belohnungszentrum, welches mit der Ausschüttung von Dopamin reagiert und einen guten, erträglichen Gefühlszustand erzeugt. Diese natürliche Gefühlsveranlagung, also dem ständigen Streben nach dem guten Gefühl und der tunlichsten Vermeidung schlechter Gefühle, sichern das evolutionäre Überleben der menschlichen Art. Wir haben uns zu Jägern nach dem guten Gefühl entwickelt. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir existieren.

Jeder Jagderfolg wird vom Körper durch ein entsprechendes Gefühl belohnt. Sei es das Erfolgserlebnis, die Beute erwischt zu haben, der herrliche Geschmack oder das angenehme Gefühl der Sättigung, unser Körper belohnt durch unbewusst gesteuerte Hormonausschüttung den Erfolg oder bestraft das Individuum bei Misserfolg mit einem schlechten Gefühl. 

Es verwundert daher auch nicht, dass unser Körper in der Lage ist, in der Hypophyse und im Hypothalamus, sein eigenes selbst produziertes Opioidpeptid namens Endorphin herzustellen, was dem Rauschgift Heroin und dem in Reinform isolierten Alkaloid Morphin (aus Opium) entspricht. 

Die Ausschüttung wird durch aktive sportliche Aktivitäten herbeigeführt. Sportler sind deshalb Endorphin-Junkies, was auch erklärt, warum Sport süchtig macht. Wer Heroin oder Morphin konsumiert, kann daher auf Sport gut verzichten, weil er seinen Rauschzustand durch eine direkte äußerliche Verabreichung herbeiführt. 

Ob Bulimiker mit ihrer Erbrech-Sucht, religiöse Selbstgeiseler oder autoaggressive Borderliner, welche sich die Arme aufschneiden, um den Schmerz zu spüren, alle vereint, dass sie durch diese Handlungen in den Genuss eines besseren Körpergefühls kommen, initiiert durch die Erzeugung von Endorphin, Dopamin und Serotonin, welche unseren Körper in einen Rauschzustand versetzen. Nur in diesem Zustand können diese Menschen die Welt einigermaßen gut ertragen. 

Wer es gelernt hat, sich durch Gebet oder Meditation in einen tiefen Daeins-Zustand zu versetzen, erzeugt damit eine beachtlich große Ausschüttung des Glückshormons Endorphin, wie dies auch in starken Rauschzuständen durch Alkohol & Drogen aller Art und in schamanischen Trancezuständen erzeugt wird. Wem wundert es dann noch, wenn das Gebet und die Meditation ein hohes Suchtpotential besitzt und die Menschen diesem Rausch-Zustand hinterher jagen.

Das Problem aller Gefühlsjäger besteht jedoch darin, dass es im Allgemeinen immer einer Stimulationssteigerung bedarf, denn die Dopamin-Rezeptoren im Gehirn gewöhnen sich an die Dauer-Reizung und stumpfen mit der Zeit ab. Infolgedessen muss die Dosis mit der Zeit weiter erhöht werden, was auch zu einer Verstärkung der schädlichen Nebenwirkungen führt. 

Die körperlichen und geistigen Schädigungen des Konsumenten sind vielschichtig. Wir bezahlen den Glücksgefühlspreis mit Übergewicht, Realitätsentzug, Bewusstseinstrübung, Selbstüberschätzung, Abhängigkeit, beschleunigtem körperlichen Zerfall und vor allem mit der Zerstörung unserer neuronalen Schaltzentrale, also unserer einmaligen Intelligenz. 

Für diese Art Lebensweg und Lebensweise bezahlt ein solches Suchtbefriedigungsindividuum einen sehr hohen Preis. Realistisch betrachtet, ist dieser Weg ebenso unvernünftig und zerstörerisch, wie der Religions- & Glaubensweg mit seinen blutgetränkten Schlachtfeldern.

Einmal im Strudel dieser unreligiösen Ersatzbefriedigungen, hat es der Mensch außerordentlich schwer, sich all diesen glücksgefühlserzeugenden Handlungen zu entledigen.
Erst nachdem sich der süchtige Mensch auf dem Boden der Tatsachen wiederfindet, ist es ihm auch möglich, aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Ähnlich einem Drogenjunkie, der alles verlor, zum Schluss in der Gosse lebte und diese schmerzhafte Erfahrung emotional durchlebt hat und dadurch erkennen konnte, wohin diese Ersatzbefriedigung und der Missbrauch führte.

Damit sind dessen Probleme aber nicht gelöst, denn einem Menschen, der sich in der Suchtbefriedigung befindet, mit vernünftigen Argumenten, netten Hinweisen oder aufopferungsvoller Hilfe zur Seite zu stehen, ist die reinste Energieverschwendung für den Helfenden. Der Suchtmensch muss selbst erfühlen, indem er ganz unten ankommt, wie schädlich seine emotionalen Ersatzbefriedigungen für ihn sind, denn gefühlte Negativereignisse fressen sich, evolutionär bedingt, viel stärker ins Bewusstsein ein, als die vielen kleinen netten Glücksgefühle durch die Aktivierung des Belohnungszentrums. Ein solch tief gefallener Mensch vermeidet nun bewusst und unterbewusst diesen schmerzhaft erlebten Gefühlszustand. Und da muss er durch!

Doch damit steht er wieder am Anfang seiner Sucht und muss sich nun entscheiden, ob er zurückfällt in den haltgebenden Religions- & Glaubensweg, welcher mit Realitätsentzug und Wirklichkeitsverweigerung sowie Selbstbetrug aufwartet oder man einen ganz neuen Weg beschreiten möchte, den Weg der Wirklichkeitserkenntnis.

Die Gefahr, dass ein solcher Mensch erneut in die Suchtbefriedigung zurückfällt und der Kreislauf der Suchtbefriedigung von Neuem beginnt, ist recht hoch, denn kaum jemand ist in der Lage, dieses evolutionär angelegte Suchtbefriedigungsraster zu durchbrechen.

„Der Weg der Wirklichkeitserkenntnis“


Wenn der Mensch zur Erkenntnis gekommen ist, dass sowohl der „Religions- & Glaubensweg“ mit seiner Realitätsverweigerung und seinem Wirklichkeitsentzug, wie auch „Der Weg der Suchtbefriedigung“ mit seiner selbstzerstörenden Komponente für ein befriedigendes und glückliches Leben nicht in Frage kommen, so bleibt nur „der Weg der Wirklichkeitserkenntnis“.

Der einfache Weg, zurück zur Realitätsverweigerung und dem Selbstbetrug, welchen sehr viele Menschen beschreiten, wie bspw. der beliebte Ex-Drogenjunkie und heutige Religionsdogmatiker Bayless Conley, ist insofern gut zu verstehen, da man SOFORT mit guten Gefühlen und emotionaler Sicherheit belohnt wird! Es ist ein Rückfall in die Glaubensdroge und die Abkehr von aller Wirklichkeitserkenntnis.

Wer sich gegen seine evolutionären Gefühlsanlagen (auf Kurzzeit angelegtes Belohnungszentrum) FÜR den Wirklichkeitserkenntnisweg entscheiden kann und das nötige Durchhaltevermögen besitzt, um diesen aufwendigen, oft auch sehr schmerzhaften Weg zu beschreiten, welcher mit erzielten Teil-Erkenntnissen hin und wieder große emotionale Wunden reißt und emotionale Unsicherheit erzeugt, also genau das Gegenteil darstellt, was der Mensch von seiner evolutionären Veranlagung haben möchte, der visiert den Jackpot an, gefüllt mit höchster Bewusstseins- & Wirklichkeitserkenntnis.

Diesen Hauptpreis zu verdienen und eine klare Sicht auf die Wirklichkeit zu besitzen, die mit einer enormen Stärkung des Selbstwertgefühls und des Egos aufwartet, ist es letztendlich doch wert, einen solch steinigen und beschwerlichen Weg zu beschreiten. Am Ziel angekommen, besitzt man ein unumstößliches, in sich schlüssiges und logisches Weltbild, welches den danach Strebenden wieder zurück zu seiner evolutionären Veranlagungen führt, die auf Überleben und emotionaler Sicherheit ausgelegt ist. Die natürliche Harmonie ist wieder hergestellt!

Beim Verfassen der letzten Worte über die Wiederherstellung der natürlichen Harmonie standen mir die Tränen in den Augen, da ich seit Jahren der schmerzhaften Erfahrungen und den vielen Teilerkenntnissen nun zur innerlichen Ruhe gekommen bin, frei von jeder Sucht und frei von Selbstzweifel. Nichts fühlt sich besser an, als diese Erkenntnis!

Sie werden nun fragen, woran man erkennt, wann das Ziel der Wirklichkeitserkenntnis erreicht wurde? Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: „Wenn sich alle Informationen und Erkenntnisse unseres Daseins und der menschlichen Natur, vernünftig, logisch und schlüssig in das erarbeitete Weltbild einfügen und erklären lassen und sich eine tiefe innere Gelassenheit einstellt, sind Sie am Ziel angelangt.“
  


10. Vorgehensweise auf dem Weg zur Wirklichkeitserkenntnis

Wenn Sie einer der wenigen Leute sind, die sich dazu entschlossen haben, den schwersten aller Wege, den Weg zur Wirklichkeitserkenntnis, zu beschreiten, um innere Harmonie und Gelassenheit zu erlangen, dann ist es sehr ratsam zu wissen, WAS Sie überhaupt lesen sollten, denn das Internet ist eine große Müllhalde, wo jeder sein Zeug loswerden möchte, egal ob es dem Wirklichkeitsverständnis dienlich ist oder nicht. Weiterhin sollten ein paar einfache Lern-Regeln befolgt werden, die ich zuerst benennen möchte.

Sie benötigen pro Tag 1-2 Stunden absolute Ruhe, um sich ganz auf den Lehrstoff und dessen Inhalte konzentrieren und einlassen zu können. Störfaktoren wie Lärm, Musik oder ein nebenher laufender Fernseher, sowie Kinder, welche berechtigterweise Aufmerksamkeit einfordern, vermindern stark den Lern- & Erkenntniseffekt. Die beste Zeit, sich mit der Wissenserarbeitung zu beschäftigen, liegt in den späteren Abendstunden, also kurz vor der Nachtruhe. Der Alltag ist gemeistert, dass Abendbrot liefert die notwendige Energie und die Kinder sind im Bett. Dieser Zustand sorgt für eine gute Konzentration beim Lernen. Und des weiterem ist bekannt, dass unser Gehirn die Lerninhalte im Schlaf verarbeitet und abspeichert, was das Lernen, vor dem Zubettgehen, auch neurowissenschaftlich rechtfertigt.

Eine Kerze zur Entspannung ist nicht verkehrt. Den Alkohol- und Zigarettenkonsum werden Sie mit zunehmender Erkenntnis und hoffentlich eintretenden Aha-Effekten von selbst einstellen.

Was die Lesegeschwindigkeit angeht, so ist es NICHT ratsam, leger zu lesen, sondern unbedingt gründlich vorzugehen, um die Informationen auch zu verstehen. Schnelles Lesen wirkt sich sehr nachteilig aus, da wichtige Informationen verloren gehen können, welche für das Verständnis und das Erkennen des Gesamtzusammenhanges wichtig sind. 

Wenn Sie Teilinformationen in Ausarbeitungen nicht ganz verstanden haben, dann schlagen Sie bei Wikipedia nach und erlesen Sie sich dort weitere Zusammenhänge, bis keine Zweifel mehr bestehen. 

Ein Überspringen oder gar Auslassen einzelner Wissensbereiche ist absolut kontraproduktiv, denn um ein logisch schlüssiges Gesamtweltbild zu besitzen, welches mit einem klaren Blick auf die Wirklichkeit aufwarten kann, muss man "überall" mitreden können!

Zuletzt zu den Dingen, mit denen Sie sich beschäftigen sollten, welche ich unten stichpunktartig, zur Eigenrecherche aus dem Internet, aufgelistet habe. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mit mir Kontakt aufzunehmen und durch Begleichung einer kleinen Unkostenpauschale eine Daten-DVD zu erwerben, welche nur wirklichkeitsrelevante Informationen, in Form von Ausarbeitungen, Videos und ganzen Webseiten, enthält.
 
Für Anregungen, Hinweise, Zustimmung oder Kritik, verwenden Sie bitte das Kontaktformular.

Nun wünsche ich Ihnen die höchstmöglichen Erkenntnisse und maximale Bewusstseinserweiterung!


11. Auflistung wirklichkeitsrelevanter Daten

Entstehungsgeschichte und Aufbau des Universum.
Gesetzmäßigkeiten im Universum.
Milchstraßen-Galaxie mit unserem Sonnensystem.
Entstehung der Erde und dessen Entwicklungsgeschichte.
Zeitbestimmungsmethoden.
Entstehung der Elemente.
Naturgesetze, physikalische Gesetze, Thermodynamik.
Elektromagnetismus, Energieerzeugung und Umwandlung.
Kernkraft, Schwerkraft, Gravitation. 
Licht, Farbenlehre, Qualia.
Technik, Mechanik, optische Täuschung.
Relativitätstheorie und Quantentheorie. 
Chemie, Biologie, Genom, Gentechnik.
Körperfunktionen und Organismus des Menschen.
Stammesgeschichte der Arten.
Stammesgeschichte des Menschen.
Evolutionstheorie, Schöpfung, Intelligent Design.
Theismus, Religion, Seele, Mittelalter, Bibel, Katholizismus, Evangelien, Judentum, Mesopotamien, Keilschrift, Ägyptologie, ägyptisches Totenbuch, Gilgamesch Epos, Koran, Buddhismus, Hinduismus, Erleuchtung, Reinkarnation.
Esoterik, Placeboeffekt, Mystik, Übersinnlichkeit, Geister, Elfen, Feen, Hexen, Voodoo, Ufos, Kornkreise, Wünschelrute, Uri Geller, Auf ein Wort - von Rudi Berner, James Randi.
Neuro- & Kognitionswissenschaften, Geist, Bewusstsein, Ego, Illusion.
Psychologie, Neuropsychologie, Verhaltenspsychologie, Phobien, Persönlichkeitsstörungen, Psychiatrie, Gewaltverbrechen.
Schlachten, Kriege, Eroberungen, Unterwerfungen.
Freundschaften, Zwischenmenschlichkeit, Wertesysteme, Lebensweisheiten.
Sexualität, Perversion, Homosexualität, Triebsteuerung.
Umwelt, Umweltschutz, Natur, Gesundheit, Krankheit, Ernährung.
Wirtschaft, Kapital, Bankensystem, Wertanlagen, FIAT-Money.
Computertechnik, Software, Webseitenprogrammierung.


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